Zwischen Rostock und Hamburg : 55-Jähriger rastet im Zug wegen Handy mehrfach aus

 
 

Wegen gefährlicher Strahlung: Er entriss einer Frau das Mobiltelefon, schlug ein Fenster ein und warf das Handy hinaus.

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25. November 2019, 12:16 Uhr

Rostock | Gleich mehrfach ist ein 55-jähriger Mann am Sonnabend in Zügen zwischen Hamburg und Rostock durchgedreht. Wie die Polizei mitteilt, griff er Mitreisende an, zog die Notbremse und zerstörte ein Fenster – weil er sich durch die gefährliche Strahlung ihrer Handys in Gefahr sah.

Zunächst hatte der Mann in der Regionalbahn RE 4309 von Hamburg in Richtung Rostock eine Frau aufgefordert, ihr Handy wegzulegen. Als sie sich weigerte, zerrte er ihr die Kopfhörer aus den Ohren und zerriss diese. Danach zog er die Notbremse und schlug mit dem Nothammer eine Scheibe ein. Eine Zugbegleiterin versuchte ihn festzuhalten, doch der Mann stieg am Bahnhof Schwarzenbek aus.

Verschwörungstheorien um Handystrahlung

Keine fünf Stunden später wurde im Regionalzug 4313 von Hamburg nach Rostock eine Frau auf Höhe Hagenow Land von einer männlichen Person bedrängt und bedroht. Abermals war es ein Handy, das den Mann aufbrachte. Laut Polizeiangaben behelligte er die Frau mit Verschwörungstheorien. Weil die Handystrahlen seiner Gesundheit schaden würden, wollte er ihre Tasche beiseite räumen. Als er sah, wie verängstigt sie war, wich er von ihr ab und stieg in Schwerin aus, wo er von Bundespolizisten empfangen wurde.

Weitere zwei Stunden später geriet der Mann abermals in den Fokus der Bundespolizei, indem er einem Reisenden im IC 2116 von Hamburg nach Rostock das Handy ohne Vorwarnung aus der Hand riss und es aus dem Zugfenster warf. Danach setzte er sich wieder wortlos auf seinen Sitzplatz.

Am Hauptbahnhof Rostock angekommen wurde der 55-Jährige festgesetzt und ein weiteres Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

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