Protest : Asta kritisiert das Land für steigende Semesterbeiträge

Die Zurückhaltung des Landes müssten die Studenten mit der Steigerung der Semesterbeiträge zahlen, kritisiert der Asta.
Die Zurückhaltung des Landes müssten die Studenten mit der Steigerung der Semesterbeiträge zahlen, kritisiert der Asta.

Der Asta sieht Steigerung der Semesterbeiträge als Notnagel, weil das Land das Studentenwerk nicht ausreichend fördere.

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14. Mai 2019, 10:14 Uhr

Rostock | Das Studentenwerk Rostock-Wismar hat am Montag bekanntgegeben, die Semesterbeiträge für Studenten innerhalb von sieben Monaten um insgesamt elf Euro zu erhöhen. Um das Leistungsangebot des Studentenwerks zu erhalten, war dieser Schritt notwendig.

Lesen Sie hier: Studentenwerk Rostock erhöht Semesterbeiträge

"Problematisch ist hierbei jedoch eindeutig die Rolle, die das Land Mecklenburg-Vorpommern spielt", so so Marcus Neick, Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) und Mitglied im Aufsichtsrat des Studierendenwerks Rostock-Wismar. "Es kann und darf nicht sein, dass wir Studierenden diejenigen sind, die die fehlende Finanzierungsbereitschaft des Landes zu 100 Prozent tragen müssen."

Es sei vollkommen nachvollziehbar, dass niemand im Aufsichtsrat das Mensa-Angebot einschränken, Kultur- und Sozialförderung kürzen oder den Wohnbereich unterfinanzieren wolle, sagt Anna Sandmann, hochschulpolitische Referentin des AStA. "Auch steigende Personalkosten, die wir begrüßen, sind absolut verständlich. Im Umkehrschluss ist es auch ersichtlich, dass hier die Studierendenbeiträge als Notnagel herangezogen werden, wenn das Land nicht ausreichen fördert. Das Problem ist in unseren Augen also eindeutig beim Bildungs- und Finanzministerium zu suchen, die beide nicht dazu bereit sind, das Studierendenwerk deutlich stärker zu fördern", so Sandmann.

Der AStA ruft aus diesem Grund erneut öffentlich zu seiner Demonstration am 15. Mai am Rostocker Universitätsplatz ab 14.30 Uhr auf, die drei Kernprobleme des Studienstandorts Rostock in den Fokus stellt: Ausfinanzierung des Studierendenwerks, Ausfinanzierung der Universität, sowie die Flexibilisierung des Studiums in Mecklenburg-Vorpommern. Die Demostration wird mit Redebeiträgen unterstützt durch den Rektor der Universität Rostock (Prof. Wolfgang Schareck), den Vorsitzenden des Zentralen Prüfungsausschusses (Prof. Wolfgang Bernard), die DGB-Jugend (Katharina Wilke), den Freien Zusammenschluss deutscher Studierendenschaften (Ronja Hesse), den Sozialsenator der Hanse- und Universitätsstadt Rostock (Steffen Bockhahn) und den Geschäftsführer des Studierendenwerks Rostock-Wismar (Kai Hörig).

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