Neubaugebiet : Bahnlärm stellt Bentwisch vor Herausforderungen

Bei der Entwicklung des neuen Wohngebietes an der Landesstraße 182 stellt der Lärm, der durch den Bahnverkehr verursacht wird, die Gemeinde und Planer vor Herausforderungen. Sie müssen geeignete Lösungen zum Lärmschutz suchen. Foto: Martin Gerten/DPA
Bei der Entwicklung des neuen Wohngebietes an der Landesstraße 182 stellt der Lärm, der durch den Bahnverkehr verursacht wird, die Gemeinde und Planer vor Herausforderungen. Sie müssen geeignete Lösungen zum Lärmschutz suchen. Foto: Martin Gerten/DPA

Gemeinde muss für geplantes Wohngebiet nach Lösungen für Lärmschutz suchen.

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27. November 2018, 15:24 Uhr

Bentwisch | Bentwisch will wachsen. Dafür muss die Gemeinde Platz für Wohnraum schaffen - und genau das macht sie mit dem neuen Gebiet, das nördlich der Hasenheide an der Landesstraße 182 entstehen soll. Etwa 5,3 Hektar Land sind für 78 Wohneinheiten sowie nicht störendes Gewerbe vorgesehen. Anfang nächsten Jahres, so der Plan, soll für das Wohngebiet Rechtskraft geschaffen werden. Allerdings gäbe es davor noch einiges zu erledigen, wie Reinhard Böhm von der BSD Bürogemeinschaft für Stadt- und Dorfplanung, auf einer Informationsveranstaltung zur Gemeindeentwicklung erklärte.

Gerade der Lärmschutz in dem neuen Mischgebiet stelle die Planer vor Herausforderungen. Problematisch gestalte sich der Verkehrslärm für die an der Straße gelegenen Wohneinheiten. Aber "nicht der Straßenlärm, sondern vor allem der von der Bahnstrecke daneben. Und vor allem nachts", stellte Böhm die Situation dar. Im vorderen Bereich zur Straße hin ist eine zweigeschossige Bebauung vorgesehen, dahinter Einfamilienhäuser - etwa 40 an der Zahl. "Die zweigeschossige Bebauung stellt schon einen Lärmschutz für die Bebauung dahinter dar", erklärte der Planer, aber für den vorderen Bereich sollen noch Lösungen gefunden werden. "Selbst eine zehn Meter hohe Wand würde nicht ausreichen", so der Planer. Wenn dennoch eine in Betracht gezogen werden würde, könne diese beispielsweise als Rückwand für Carports genutzt werden, nannte er eine mögliche Überlegung.

Für den entstehenden Lärm durch Industriebetriebe, die sich ebenfalls auf einem Teil der 5,3 Hektar großen Fläche ansiedeln sollen, gibt es aber bereits eine Lösung. Diese sollen von anderem Gewerbe umgeben werden, sodass dadurch bereits ein bestimmter Grad an Lärmschutz gegeben wäre.

Ein Punkt, der vorher ebenfalls noch geklärt werden muss: "Die Kartierung der Lebewesen ist veraltet", sagte Böhm. Daher werde nun erst einmal der aktuelle Stand erfasst, um zu klären, welche Amphibien und Brutvögel in dem betroffenen Areal leben. Außerdem sei durch eine Untersuchung zu klären, ob es zu einer Kontaminierung des Bodens auf dem ehemaligen Düngerplatz gekommen sei. Und für ein Biotop muss an anderer Stelle Ersatz geschaffen werden, welcher unter anderem den Weißstörchen wieder als Nahrungshabitat dienen könne.

Sollte Anfang 2019 Rechtskraft für den Bebauungsplan geschaffen werden, sind für Mai 2019 die Erschließungsarbeiten anvisiert. Der Verkauf der Grundstücke soll etwa Mitte des Jahres erfolgen und der Hochbau der vorderen Gebäude könnte im September beginnen, der Bau der Einfamilienhäuser schließlich Anfang 2020. Allerdings müsse vorher das Problem mit dem Lärmschutz gelöst werden, betonte der Planer.

Insgesamt investiert die Gemeinde in die Erschließung des neuen Wohn- und Gewerbegebietes etwa 5,15 Millionen Euro. 5,47 Millionen Euro werden als Erlös aus dem Grundstücksverkauf erwartet.

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