Naturschutz : Kugelfang ist endlich beseitigt

Nach der Sturmflut am 4./ 5. Januar 2017 kennzeichnete der Kugelfang das Gebiet (Foto vom 14. Januar).
Nach der Sturmflut am 4./ 5. Januar 2017 kennzeichnete der Kugelfang das Gebiet (Foto vom 14. Januar).

Amt lässt nach fast zwei Jahren Schutt abtragen.

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18. Dezember 2018, 09:30 Uhr

Kägsdorf | Im Naturschutzgebiet Riedensee ist in den letzten Wochen die bei Ortsansässigen als „Kugelfang“ bekannte Schutt- und Abfallablagerung zwischen Ostsee und Riedensee beseitigt worden.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) hat in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock den Störkörper an der Küste endgültig abtragen und auch ordnungsgemäß entsorgen lassen.

„Das begrüßen wir ausdrücklich“, sagt Joachim Springer, der beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Projektleiter für das Projekt „Aktiv für den Riedensee – Bildung, Aufklärung und Schutz“ ist. „Nabu und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) haben sich in den letzten Jahren für die Beseitigung des ,Kugelfangs’ eingesetzt und freuen sich jetzt über die Beseitigung der Gefahr und die naturnahe Wiederherstellung dieses Küstenabschnittes.“

Seit dem Wochenende ist der Strand beräumt.
Seit dem Wochenende ist der Strand beräumt.


Zuletzt hatte die Sturmflut vom 4./5. Januar 2017 diese Altlast angeschnitten und ihr Inventar, das unter anderem aus Bauschutt, Schrotteilen, Kunststoffabfällen und nicht zuletzt aus massenhaft Asbestbruchstücken bestand, dem Zugriff der Ostsee zugänglich gemacht. Damit nicht weiterhin gerade auch Kunststoffabfälle oder Asbest auf den Strand und in das Meer gelangen, war die vollständige Beräumung dringend nötig.

Mit dem Rückbau dieser Altlast setzt das Stalu MM auch eine Maßnahme der Die Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Managementplanung des gleichnamigen FFH-Gebietes um.

Das Naturschutzgebiet Riedensee umfasst 90 Hektar. Es befindet sich einen Kilometer nördlich von Kägsdorf und ist seit 1993 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um weitgehend intakten Strandsee als Refugium für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Der Gebietszustand wird aber nur als befriedigend eingestuft. Nährstoffeinträge aus umliegenden landwirtschaftlichen Flächen, gestörte hydrologische Verhältnisse und Strandurlauber führen zu Beeinträchtigungen.

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