Nach dem Stadt-Umland-Streit : Rostock und Bentwisch kooperieren

Bürgermeisterin Susanne Strübing, Oberbürgermeister Roland Methling und Ralf Will, 1. Stellv. Bürgermeister von Bentwisch (v.r.n.l.) bei der Vertragsunterzeichnung im Rostocker Rathaus. Foto: Matthias Horn
Bürgermeisterin Susanne Strübing, Oberbürgermeister Roland Methling und Ralf Will, 1. Stellv. Bürgermeister von Bentwisch (v.r.n.l.) bei der Vertragsunterzeichnung im Rostocker Rathaus. Foto: Matthias Horn

Bentwisch und Rostock kooperieren: "Hasenheide"-Wohngebiet darf entstehen. Dafür zahlt Bentwisch an Rostock 200.000 Euro.

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29. November 2018, 08:24 Uhr

Rostock/Bentwisch | Die Hansestadt Rostock und die Gemeinde Bentwisch sind sich einig: Bentwisch wird weiter wachsen. Ende Oktober haben Bürgermeisterin Susanne Strübing und Oberbürgermeister Roland Methling im Rostocker Rathaus einen Vertrag zum Ausgleich der beiderseitigen Interessen unterzeichnet.

„Wo ein Wille ist, da ist ein Weg! Die Balance ist gelungen, weil wir gelernt haben, Verständnis für unseren jeweiligen Nachbarn zu entwickeln“, erklärt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). „Rostock hat viele Belastungen und Aufgaben, von denen das Umland profitiert, das erkennen wir an. Dennoch sollte das nicht dazu führen, dass die Gemeinden in ihrer Entwicklung gehemmt werden.“, betont die Bentwischer Bürgermeisterin Susanne Strübing.

Bentwisch wird einen Einmalbetrag von 200.000 Euro für Einrichtungen in der Hanse-und Universitätsstadt Rostock zahlen, die auch von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern der Umlandgemeinden genutzt werden. Das Geld wird unter anderem für neue Musikinstrumente an den Rostocker Musikschulen und für Zukunftsprojekte der Kunsthalle Rostock verwendet. Im Gegenzug wird Rostock die Umsetzung des Bebauungsplanes „Hasenheide" mit etwa 30 neuen Einfamilienhäusern nicht blockieren. Natürlich kam in diesem Prozess der Umstand zum Tragen, dass der B-Plan zu großen Teilen auf Grundstücken im Eigentum der Hanse- und Universitätsstadt Rostock umgesetzt wird.

Ein Jahr lang haben Michael Achtenhagen, Geschäftsführer der Bentwisch GmbH für die Gemeinde Bentwisch, und Matthias Horn, Referent Stadtentwicklungsplanung im Büro des Oberbürgermeisters für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, über einen Interessenausgleich verhandelt. „Wir wollen und müssen im Maßstab der Region denken und handeln, ohne dabei die jeweils eigenen Interessen zu vernachlässigen“, betonen beide Seiten. Im Laufe des Verfahrens waren immer wieder neue Probleme aufgetaucht, erklären Achtenhagen und Horn die lange Verhandlungszeit.

Parallel hatte Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) auf Anregung der Industrie- und Handelskammer zu Rostock die Gespräche mit den Umlandgemeinden weiter geführt: „Auch dort sind wir uns von Anfang an auf Augenhöhe begegnet und wollten unbedingt eine Lösung, die allen nützt. Die Besonnenheit bei diesen Gesprächen hat wesentlich zum Erfolg dieses Interessenausgleichs zwischen Bentwisch und Rostock beigetragen.“

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