Kühlungsborn : Motorboot auf Hafenmole aufgelaufen

Das Seenotrettungsboot 'Konrad-Otto' der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS) war am Sonntag im Einsatz
Das Seenotrettungsboot "Konrad-Otto" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS) war am Sonntag im Einsatz

Wegen der Kollision waren die Seenotretter mit dem Einsatzboot "Konrad-Otto" im Nachteinsatz.

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21. Oktober 2019, 12:26 Uhr

Kühlungsborn | Beim Versuch, in den Hafen des Ostseebades einzulaufen, ist ein Motorboot am späten Sonntagabend auf die Steinmole aufgelaufen. Wasser drang in den Rumpf ein. Das Seenotrettungsboot "Konrad-Otto" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte den Havaristen frei. Die zweiköpfige Besatzung des Motorbootes blieb unverletzt.

Gegen 22.40 Uhr alarmierte der etwa 80-jährige Skipper aus Nordrhein-Westfalen über den international einheitlichen Sprechfunk-Not- und -Anrufkanal 16 die Seenotretter. Auf Überführungsfahrt nach Barth ins Winterlager wollten er und seine Frau mit ihrem 10,5 Meter langen Boot Kühlungsborn anlaufen. Auf Nachfrage der Seenotleitung Bremen der DGzRS berichtete er, auf Felsen aufgelaufen zu sein. Eine genaue Positionsangabe konnte er nicht machen. So war zunächst unklar, dass sich die Havarie direkt vor dem Hafen ereignet hatte.

Das aufgelaufene Motorboot war schnell gefunden

„Schon als wir unser Seenotrettungsboot besetzt haben, sahen wir auf der Nordmole ein weißes Topplicht, das dort nicht hingehört“, berichtet Rainer Kulack, Vormann der Kühlungsborner Seenotretter. Die "Konrad-Otto" umrundete die Mole und fand schnell das dort auf die Steine aufgelaufene Motorboot. „Bei Nordostwinden um vier Beaufort schüttelte die Dünung den Havaristen ordentlich durch. Zwischen den großen Steinen war das Längsseitsgehen unmöglich“, sagt Kulack. Über den Bug übergaben die Seenotretter eine Leine. Es gelang ihnen, den Havaristen freizuschleppen und sicher in den Hafen zu bringen.

Der Skipper und seine Frau waren von den Ereignissen sehr mitgenommen. Die Seenotretter bestellten deshalb zur Sicherheit einen Rettungswagen zum Hafen. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung der Schiffbrüchigen. In den Rumpf ihres Bootes drang glücklicherweise nur wenig Wasser ein. Der Havarist blieb über Nacht ohne Pumpenhilfe der Seenotretter schwimmfähig. Seit Montagmorgen kümmert sich der Kühlungsborner Hafenmeister um das beschädigte Motorboot.

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