Identitätsdiebstahl in Rostock : Polizei warnt vor Betrugsmasche

Statt Job gibt es Ärger: Mit den ergaunerten Daten ihrer Opfer wollen die Betrüger Bankkonten eröffnen.
Statt Job gibt es Ärger: Mit den ergaunerten Daten ihrer Opfer wollen die Betrüger Bankkonten eröffnen.

Aktuell ergaunern Täter bei vermeintlicher Online-Jobsuche persönliche Daten.

svz.de von
16. Mai 2019, 13:55 Uhr

Rostock | Zur Vorsicht bei der Weitergabe persönlicher Daten mahnt die Polizei Rostock. Hintergrund sind eine Vielzahl von Fällen im Zusammenhang mit Identitätsklau, denen das Kriminalkommissariat derzeit nachgeht. Dabei versuchen Unbekannte aktuell, Jobsuchende mit der so genannten Post-ID-Masche zu betrügen. Die Täter haben es jedoch nur auf deren Identität abgesehen, um mit dieser dann Bankkonten zu eröffnen. Die nichtsahnenden Bewerber erhalten meist genaue Anweisungen für das Verfahren. Ist das Identifikationsverfahren abgeschlossen, haben die Täter mit diesen Daten längst die Eröffnung eines Konto im Namen der Bewerber veranlasst. Die Jobsuchenden bekommen von dem dreisten Betrug meist erst etwas mit, wenn ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche gegen sie eingeleitet wird.

Täter ergaunern Daten von Rostockerin

So auch im Fall einer 65-jährigen Rostockerin. Sie hatte zunächst auf einem Internetportal einen geeigneten Nebenjob gesucht. Laut Polizei wurde sie nach der ersten Kontaktaufnahme aufgefordert, eine Kopie ihres Ausweises über einen Messengerdienst zu versenden. Anschließend sollte die Rostockerin ihre Identität durch eine Post-ID bestätigen lassen. Erst dann werde die Frau auch einen Arbeitsvertrag erhalten. Auf den wartete sie jedoch vergebens. Stattdessen erhielt sie von einer Bank die Information, dass auf ihren Namen zwei Konten eröffnet wurden. Jetzt wurde die 65-Jährige stutzig und informierte die Polizei.

Richtig verhalten

Die Rostocker Polizei rät daher:

  • Versenden Sie niemals eingescannte amtliche Dokumente oder ähnliche sensible Informationen (Gehaltsnachweis, Schufa oder ähnliches) an unbekannte Personen. Solche Daten werden durch die Täter für diverse Betrügereien weiterverwendet. Die Kriminellen können diese Identifizierung schließlich für weitere Geschäfte nutzen.
  • Erstatten Sie in jedem Fall Strafanzeige bei der Polizei, auch wenn Sie bereits Kopien Ihrer von Ausweisen und anderen Dokumenten übersandt haben.
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