Denkmalgerechte Sanierung : Historischer Weihnachtsmarkt wünscht sich Veränderung

Stars des Weihnachtsmarkts: Weihnachtsmann Willi Wichtel und Arne Feuerschlund (v.l.).
Stars des Weihnachtsmarkts: Weihnachtsmann Willi Wichtel und Arne Feuerschlund (v.l.).

Für den Historischer Weihnachtsmarkt kann das Klostergelände optimiert werden. Es bleiben Fragezeichen beim Denkmalschutz.

svz.de von
16. April 2019, 12:00 Uhr

Rostock | Jedes Jahr im Advent können Besucher des Historischen Weihnachtsmarktes auf dem Gelände des Klosters zum Heiligen Kreuz in einer Zeitreise die große Zeit von Rostock nacherleben.  Doch hinter der mittelalterlichen Mischung aus Handwerk, Handel, Feuer, Musik, Gaukelei und Theater stecke ein enormer Aufwand, sagt Veranstalterin Nadin Ruck. Nun hofft sie auf die Unterstützung der Stadt.

„Wir transportieren in jedem Jahr rund 100 Tonnen Material in 20 Lkw-Ladungen zum Eingangstor und tragen es per Hand auf das Gelände“, erklärt Ruck. Um den Rasen des Klosters zu schützen, legen die 30 Mitwirkenden etwa 500 Paletten aus und verlegen darauf 800 Quadratmeter Wabenfußboden. Selbst während der Weihnachtstage seien alle noch mit dem Abbau beschäftigt, sagt Nadin Ruck. „Wir wünschen uns deshalb irgendeine Form von befestigtem Boden, Rasenschotter zum Beispiel.“ Gleichzeitig solle aber nicht gleich die ganze Rasenfläche verschwinden, betont sie. Denn den Denkmalschutz wolle sie nicht  vernachlässigen.

Ein anderes Anliegen sei die ganzjährige Befestigung der Bühne und Tribünen, sagt Joachim Rudolf, Mitinitiator des historischen Weihnachtsmarktes. „Wenn diese Punkte erfüllt würden, wäre das eine große Erleichterung für uns“, so Rudolf, der heute als Berater tätig ist. Die Tribünen-Elemente ließen sich zudem an das Design der Stadtmauer anpassen, ergänzt Ruck.

Nachdem die Rostocker Bürgerschaft 2013 beschlossen hatte, dass der Klostergarten auch weiterhin Standort des historischen Weihnachtsmarktes bleiben wird, hatten die Veranstalter dem Kultur- und Denkmalamt bereits ihre Vorschläge zur Umgestaltung unterbreitet. Bisher getan habe sich allerdings nichts, so Rudolf. Nach einem ersten Gespräch mit Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Kulturamtsleiterin Michaela Selling könnte nun aber  in den nächsten Wochen ein gemeinsames Konzept erarbeitet werden. Die Veranstalter hoffen jetzt auf ein „konstruktives Miteinander“.

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