Historische Ansichten : Christuskirche musste weichen

Die katholische Christuskirche in Rostock wurde 1971 gesprengt. Foto: Sammlung Gerhard Weber
Die katholische Christuskirche in Rostock wurde 1971 gesprengt. Foto: Sammlung Gerhard Weber

Nach dem Krieg wurde das zerstörte Gotteshaus saniert - um dann 1971 gesprengt zu werden.

von
30. Dezember 2018, 07:00 Uhr

Rostock | Vom Unterwall über den Wallgraben und die Schröderstraße hinweg geht der Blick auf die katholische Christuskirche. Rechts neben dem Turm sind die Häuser Schröderplatz 3 und 4 zu erkennen. Der nach den Plänen des Doberaner Architekten Gotthilf Ludwig Möckel (unter anderem Ständehaus Rostock) 1908/09 im neogotischen Stil errichtete Kirchenbau hatte einst einen 62 Meter hohen Turm. Bei einem Bombenangriff am 11. April 1944 wurde der Turmhelm vernichtet und das Kirchenschiff sowie die Inneneinrichtung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Noch im Mai 1945 begannen die Arbeiten zur Wiederherrichtung des Gotteshauses, bei denen sich die Gemeinde sehr engagierte. Dabei erhielt der Turm nur noch ein schlichtes Satteldach. Am 11. Mai 1947 konnte endlich wieder Gottesdienst gefeiert werden. Doch 24 Jahre später musste die Kirche für die „sozialistische Umgestaltung“ des Stadtzentrums Platz machen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen