Handball : HC Empor feiert zum Saisonauftakt einen 27:20-Sieg

Sahen einen 27:20-Auftaktsieg ihres HC Empor: Vorstandsvorsitzender Tobias Woitendorf (links) und Trainer Till Wiechers.
Sahen einen 27:20-Auftaktsieg ihres HC Empor: Vorstandsvorsitzender Tobias Woitendorf (links) und Trainer Till Wiechers.

Die Rostocker Handballer bezwangen am Sonntag am 1. Spieltag der 3. Liga Nord-Ost die HG Hamburg-Barmbek mit 27:20.

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25. August 2019, 18:15 Uhr

Rostock | Der HCE bestritt die Partie stets "von vorn", gestattete den Gästen nur dreimal den Ausgleich. Eine 6-gegen-5-Überzahl, zeitweise sogar 6-4, nutzten die Blau-Gelben weidlich aus, markierten in dieser Phase drei Tore und erhöhten so von 6:5 (18.) auf 9:5 (22.). Nach dem 10:8 (25.) erhöhte Empor den Vorsprung auf fünf Treffer und nahm diesen über 13:8 (28.), 14:9 (29.) und 15:10 (30.) mit in die Kabine. Erfolgreichster Schütze der ersten Halbzeit bei den Gastgebern war, obwohl er einen Siebenmeter über den Kasten setzte, Nick Witte mit drei Toren.

Kurz vor der Pause kam es zu der Kuriosität, dass der sich energisch durchtankende Per Oke Kohnagel das 14:9 erzielte und ausgerechnet sein älterer Bruder Lasse, weil er ihm dies nicht vergönnen wollte und vehement zupackte, im Nachgang auch noch zwei Minuten bekam (29.).

Ebenso nicht alltäglich: Jonas Ottsen musste das Trikot wechseln, nachdem seines mit seiner Nummer 8 in einer Aktion zerrissen war - fortan trug er die 41, die eigentlich seinem Mannschaftskollegen Ole Diringer gehört.

Der Beginn der zweiten Hälfte gehörte dem Team ganz in Weiß. Vor allem Kintrup erfreute sich da zu großer Freiheiten - und der Aufsteiger verkürzte bis auf 13:15. Der HCE benötigte fast sieben Minuten, ehe ihm endlich wieder ein Treffer gelang, das 16:13 durch Maximilian Schütze. Gäste-Keeper Rundt machte jetzt den Rostockern das Leben schwer, parierte u. a. auch einen weiteren Strafwurf von Nick Witte (41.). In der ersten Halbzeit hatte Empor noch über ein Torhüter-Plus verfügt (Robert Wetzel, der auch weiterhin gut hielt).

Ab der 45. Minute wandte Trainer Till Wiechers auch das taktische Mittel an, den Schlussmann vom Parkett zu nehmen und mit dem Risiko des leeren eigenen Tores mit sieben Feldspielern anzugreifen.

Die Mecklenburger hatten sich derweil stabilisiert, die Deckung stand, zwang den Kontrahenten ins Zeitspiel, und vorne wurde wieder verlässlich getroffen. So wurde beim 20:15 durch Per Oke Kohnagel der komfortable Abstand der ersten 30 Minuten zurückerobert (49.).

Schon fünf Minuten vor dem Abpfiff begannen die gut 2400 Zuschauer ihre Mannschaft mit standing ovations zu feiern - und die ließ sich die ersten zwei Punkte der Saison nicht mehr nehmen. Mit dem 25:19, erzielt erneut vom jüngeren Kohnagel, war die Partie endgültig entschieden (58.).

Rostock: Wetzel, Leon Mehler (nicht eingesetzt) - Asmussen 2, Per Oke Kohnagel 7, Ottsen 3, Steidtmann 4, Schütze 3, Nick Witte 3/1, Dennis Mehler 1, Völzke 1, Haasmann, Mehrkens 1/1, Tobeler 2, Leon Witte (n. e.), Zboril (n. e.)

Barmbek: Rundt, Knust - Kaminski 4, Glindemann 1, Timm 3, Wischniewski, Morgner 3, Rix 1, Eschweiler 1, Kintrup 5, Lasse Kohnagel 2, Laursen, Mauer (n. e.), Hanisch (n. e.), Evermann (n. e.)

Siebenmeter: Rostock 4/2 (Nick Witte wirft übers Tor/7. bzw. scheitert an Rundt/41.), Barmbek 0

Zeitstrafen: Rostock 4, Barmbek 6 Minuten

Schiedsrichter: Scheller/Walther (beide Schöppenstedt)

Zuschauer: 2413

Stationen: 4:2 (10.), 4:4 (16.), 6:5 (18.), 9:5 (22.), 10:8 (25.), 13:8 (28.), 15:10 zur Pause, 15:13 (37.), 16:14 (39.), 18:14 (44.), 20:15 (49.), 21:16 (51.), 22:17 (52.), 23:19 (53.), 26:19 (59.), 27:20 Endstand

Das sagt Trainer Till Wiechers

„Auch wenn wir die Stadthalle nicht wie am Ende der vergangenen Saison ganz ausverkauft bekommen haben, herzlichen Dank an die Zuschauer für die Unterstützung in den letzten 20 Minuten. Da war die Stimmung richtig gut, und so haben wir wieder zu unserem Spiel gefunden. Dafür, dass es das erste Saisonspiel war, bin ich sehr zufrieden. Wir haben in allen Bereichen noch großes Potenzial, aber zum Auftakt zu gewinnen ist auf jeden Fall sehr gut.“

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