Gerichtsbericht : Torsten W. missbraucht 11-Jährige und kriegt 3,5 Jahre

Die Jugendstrafkammer des Landgerichtes Rostock verurteilte Torsten W. (54), Servicemitarbeiter eines Warnemünder Hotels, wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren.
Die Jugendstrafkammer des Landgerichtes Rostock verurteilte Torsten W. (54), Servicemitarbeiter eines Warnemünder Hotels, wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren.

Das Landgericht verurteilt den Servicemitarbeiter eines Warnemünder Hotels wegen schweren sexuellen Missbrauchs.

svz.de von
25. Juni 2019, 15:58 Uhr

Rostock | Die Jugendstrafkammer des Landgerichtes Rostock verurteilte am Dienstag Torsten W. (54), Servicemitarbeiter eines Warnemünder Hotels, wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Um der elfjährigen Lisa (Name von der Redaktion verändert) eine Aussage vor Gericht zu ersparen, war in einem Vorgespräch mit allen Gerichtsbeteiligten der Modus, moderate Strafe für ein umfassendes Geständnis festgelegt worden.

Am 23. Januar 2019 kam alles ans Licht: Eine Bewohnerin aus Lütten Klein informierte die Polizei, dass sich in einem unbewohnten Gebäude in ihrer Nähe schon an mehrere Nachmittagen ein Mann und ein kleiner Junge aufhielten. Die Polizeikontrolle ging der Sache sofort nach und traf beide vor Ort an. Torsten W. wies sich aus und stellte das Kind als seinen Sohn Lucas vor. Die Polizisten wollten sich mit dieser Auskunft nicht zufrieden geben. Eine sofortige Kontrolle im Revier ergab, dass der 54-Jährige keinen Sohn hat. Beide wurden mit in die Dienststelle genommen. Hier entpuppte sich Lucas als Lisa. Die Verkleidung war so gut gemacht, dass selbst die herbeizitierte Mutter ihr Kind nicht erkannte. Jetzt erst erfuhren die Eltern von dem anderen Leben ihrer Tochter.

Torsten W. und Lisa hatten sich bereits 2017 auf dem Boulevard in Lütten Klein kennen gelernt. Im Februar 2018 ging sie zum ersten Mal mit in seine Wohnung. Von da an trafen sie sich regelmäßig in der Danziger Straße zum Mittagsessen. Sie unternahmen Ausflüge in den Zoo, gingen Essen, aber auch zum FKK und er schenkte dem Mädchen ein Fahrrad. Der Angeklagte kaufte ihr Jungensachen und verlangte, dass sie sich die Haare kurz schneiden ließ. Um ihn als Freund nicht zu verlieren, machte sie mit. "Ich werde in Jungenkleidung nicht erkannt", hatte sie den Ermittlern gesagt. Bei den ersten Vernehmungen bei der Polizei war Lisa noch sehr zurückhaltend. Aber nach einem Gespräch mit ihrem Vater rückte sie mit der Sprache heraus und beschrieb die verschiedenen Handlungen des sexuellen Missbrauchs, die der Angeklagte an ihr beging.

Staatsanwaltschaft und die Nebenklägervertreterin Christine Habetha forderten eine Strafe von drei Jahren und neun Monaten, die die Vorgespräche auch zugelassen hätten. Das Gericht wertete das Geständnis zu Gunsten des Angeklagten. Es rechnete auch dazu, dass er es im Gefängnis mit dieser Straftat nicht leicht haben wird. Aber er habe das Vertrauen des Kindes schamlos missbraucht. Der Haftbefehl bleibt in Vollzug.

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