Fusion : Neue Chance für den Arbeitsmarkt im Landkreis Rostock

Den Fusionsvertrag der Jobcenter  unterzeichneten Anke Diettrich (l.) und Sebastian Constien (r.).  Den Geschäftsführer des neuen Jobcenters Landkreis Rostock, Dirk Ludwig, hatten sie in die Mitte genommen. Foto: Regina Mai
Den Fusionsvertrag der Jobcenter unterzeichneten Anke Diettrich (l.) und Sebastian Constien (r.). Den Geschäftsführer des neuen Jobcenters Landkreis Rostock, Dirk Ludwig, hatten sie in die Mitte genommen. Foto: Regina Mai

Die Jobcenter Güstrow und Bad Doberan fusionieren zum Jobcenter Landkreis Rostock.

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21. Dezember 2018, 16:00 Uhr

Bad Doberan/Güstrow | „Wir brauchen jede Arbeitskraft im Landkreis“, konstatiert dessen Sprecher Michael Fengler. Das bestätigen auch die Zahlen. Erstmals war im November die Arbeitslosigkeit gesunken und nicht gestiegen – trotz des beginnenden Winterhalbjahres. Die Arbeitslosenzahlen feiern einen Niedrig-Rekord.

Gegenüber dem Jahr 2005, als die Jobcenter ihre Arbeit aufnahmen, hat sich die Zahl der Hartz IV-Empfänger im Landkreis um 72,5 Prozent reduziert. Waren 2005 noch 13 702 Menschen betroffen, so sind es mit Stand November nur noch 3760 Menschen. Standen 2008 noch rund 30 Millionen Euro Eingliederungsleistungen zur Verfügung, so sind es in diesem Jahr lediglich zwölf Millionen Euro. Der sinkenden Zahl der Arbeitslosen im Sozialgesetzbuch II – Hartz IV-Empfänger – tragen die Arbeitsagentur und der Landkreis jetzt Rechnung: Die Jobcenter Güstrow und Bad Doberan fusionieren zum Jobcenter Landkreis Rostock.

Landrat Sebastian Constien (SPD) und Anke Diettrich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Rostock, unterzeichneten in dieser Woche als Träger den Vertrag. Am 2. Januar nimmt das neue Jobcenter mit den bisherigen Standorten Güstrow, Bad Doberan, Bützow, Teterow und Rostock seine Arbeit auf – mit 275 Mitarbeitern, elf weniger als bisher, so Sprecher Fengler. „Die gehen teils in den Ruhestand, teils zur Bundesagentur und teils in den Landkreis.“ Und dort seien sie heiß begehrt, „weil sie Expertise mitbringen, die wir für unsere soziale Arbeit im Sozial- und Jugendamt dringend brauchen“. Durch die Fusion der Jobcenter würden 2,6 Millionen Euro für Qualifizierung und Aktivierung von Arbeitskräften frei. Das Jobcenter feile an neuen Maßnahmen. Neuer Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Rostock wird Dirk Ludwig, der seinen beruflichen Weg bei der Agentur für Arbeit Rostock begann. Seine zukünftigen Arbeitsschwerpunkte sieht er im weiteren Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. „Besonders wichtig ist mir dabei die Unterstützung von Familien mit Kindern, aber auch die Gestaltung eines besseren Überganges von der Schule in den Beruf“, so Ludwig. nicp/NNN

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