Einwanderer : Ärztepaar aus Ägypten träumt vom Leben in Rostock

Ihre Facharztausbildung wollen Rasha und Ayman aus Ägypten an der Universitätsmedizin Rostock absolvieren. Hilfe bei Behördengängen bekommen sie von Isabel Haberkorn vom Welcome Center Region Rostock.
Ihre Facharztausbildung wollen Rasha und Ayman aus Ägypten an der Universitätsmedizin Rostock absolvieren. Hilfe bei Behördengängen bekommen sie von Isabel Haberkorn vom Welcome Center Region Rostock.

Rasha und Ayman wollen ihre Facharztausbildung an der Uniklinik machen. Das Welcome Center hilft bei Behördengängen.

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04. Juni 2019, 13:30 Uhr

Rostock | Wenn Rasha und Ayman lachen, ist das ansteckend. Das junge Paar aus Ägypten strahlt einen unbändigen Optimismus aus. Und das, obwohl ihr Leben zur Zeit alles andere als leicht ist. "Aber wir haben einen Traum", sagt Rasha in gutem Deutsch. "Und für diesen Traum haben wir einen Plan. Der Weg ist nicht immer einfach, aber am Ende werden wir am Ziel angekommen sein!"

Seitdem Rasha vor zwei Jahren als Hospitantin an der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Otto Körner tätig war, träumt sie von einem Leben in Rostock. Rasha ist Ärztin und Expertin für Audiologie. "Ich möchte hier meinen Facharzt machen", erzählt sie. "Ich bin viel auf Konferenzen unterwegs und habe in Ägypten selbst viele Konferenzen organisiert. Ich kenne daher viele Ärzte aus Deutschland, die meinen Eindruck bestätigen."

Wenn sie erzählt, strahlt sie über das ganze Gesicht. "Meine Frau hat eine ganz bestimmte Vorstellung von ihrer Karriere, da musste ich mitkommen", lacht Ayman, "Aber auch ich möchte mich hier in meinem Fachbereich weiterbilden. Das fachliche Niveau ist sehr gut. Und die Menschen in Rostock sind so freundlich", ergänzt er. Eine Cousine lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Sie wurde nicht so herzlich aufgenommen wie die beiden in Rostock. Die Stadt sei einfach kleiner, man komme schneller in persönlichen Kontakt.

Ihre Zwillinge leben noch bei der Großmutter in der Heimat

Bevor sie nach Rostock kamen, arbeiteten Rasha und Ayman in Saudi-Arabien. Sie wissen deshalb, wie es sich anfühlt, in einem anderen Land zu leben. Der Unterschied zwischen ihrer Heimatstadt Luxor und Rostock ist groß, genauso wie die Entfernung zu ihrer Familie. Ihre Kinder, zehnjährige Zwillinge, sind noch in Ägypten bei der Großmutter. Zudem müssen die beiden einen Berg der Bürokratie überwinden, um in Rostock arbeiten zu können. Aber Rasha und Ayman lächeln alle Sorgen weg. "Wir haben unseren Traum von einem Leben in Rostock", sagen sie. "Wir tun, was dafür nötig ist. Und wir haben viel Hilfe und Unterstützung erfahren, auch seitens der Ämter."

Vor allem das Welcome Center war für Rasha und Ayman eine große Hilfe. "Wir kamen herein und wurden gleich mit einem Lächeln begrüßt. Wir haben uns sofort willkommen gefühlt." Es sei schön, in einem anderen Land einen Anlaufpunkt zu haben, wo einem sofort geholfen wird. "Durch die Unterstützung des Welcome Centers haben wir innerhalb einer Woche eine Unterkunft gefunden und uns wurden die wichtigsten Schritte und Behördengänge für den Anfang erklärt. Eine unschätzbare Hilfe", sagt Rasha. Nun wartet das Ärztepaar, bis das Approbationsverfahren beendet ist. Bald, so hoffen sie, wird ihr Traum von einem gemeinsamen Leben in Rostock wahr werden.

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