Einsätze an Himmelfahrt : Rostocker Präsidium: Polizei muss 419-Mal ausrücken

Über 419-Mal mussten die Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock am Herrentag ausrücken - eine typische Einsatzlage für diesen Tag.
Über 419-Mal mussten die Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock am Herrentag ausrücken - eine typische Einsatzlage für diesen Tag.

Rostocker Präsidium verzeichnet für den Feiertag eine typische Einsatzlage mit Körperverletzungen und Lärmbelästigungen.

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31. Mai 2019, 10:41 Uhr

Rostock | Einen Tag nach Herrentag zieht die Polizei Bilanz. So mussten die Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock zwar oft ausrücken, dies entspreche jedoch der typischen Einsatzlage für diesen Feiertag. Zwischen 10 und 24 Uhr kam es zu über 419 Vorfällen - vor allem mit Körperverletzungen und wegen unzulässigem Lärm. Laut den Beamten sind diese oftmals in alkoholisiertem Zustand begangen worden. Weiterhin spielten Sachbeschädigungen und Personen, die sich wegen ihres alkoholisierten Zustands in einer hilflosen Lage befanden, eine Rolle für die Einsatzkräfte.

Sowurde die Polizei beispielsweise wegen einer Körperverletzung nach Dierkow gerufen. An der Straßenbahnhaltestelle in der Hinrichsdorfer Straße trat ein 31-jähriger Mann eine 53-Jährige kurz nach 18 Uhr in den Rücken, so dass diese die Treppen hinunterstürzte. Der Täter flüchtete, konnte aber wenig später durch die Beamten gefasst werden. Die Frau erlitt leichte Verletzungen.

In Toitenwinkel beobachteten Zeugen gegen 19.30 Uhr, wie mehrere Personen die Bushaltestellen in der Jawaharlal-Nehru-Straße beschmierten. Vor Ort konnte die herbei gerufene Polizei einen Täter stellen. Die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit noch unbekannt.

In Lütten Klein mussten die Beamten einem Mann zu Hilfe eilen. Gegen 16.45 Uhr meldete ein Anrufer, dass sich am Bahnhof Lütten Klein eine Person zwischen den Gleisen befindet. Die Einsatzkräfte konnten den stark alkoholisierten Mann unverletzt retten. Aufgrund des Vorfalls war die Bahnstrecke aus Sicherheitsgründen kurzzeitig gesperrt.

Auch die Bundespolizei kam wegen der Folgen einer Herrentagstour zum Einsatz. Gegen 23.50 Uhr beobachtete eine Streife eine körperliche Auseinandersetzung zwischen sechs Personen im Bereich der Bushaltestelle am Fähranleger im Seehafen. Die Gruppe befand sich offensichtlich auf dem Heimweg von ihrer Herrentagstour. Beim Versuch die Streithähne zu trennen, wurde diese sofort aggressiv gegenüber den Beamten. Diese mussten daraufhin Pfefferspray und Schlagstocks einsetzen. Eine weitere Streife musste zur Unterstützung gerufen werden.

Einer der Täter versuchte zwar zu fliehen, konnte aber wenig später von den Beamten aufgehalten werden. Hierbei leistete er derart starken Widerstand, dass ihm Handschellen angelegt werden mussten. Auch dagegen wehrte sich der Mann heftig und verletzte dabei die Beamtin leicht am Arm. Damit nicht genug: Während der Festnahme beleidigte er die Beamtin in einer Tour und bespuckte sie mehrmals. Das Team eines Rettungswagen versorgte die Augenreizungen, die durch das Pfefferspray verursacht wurden. Gegen einen 22- und 29-Jährigen wird nun wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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