Goalball : Deutschland bei EM nach 3:2 und 8:5 Gruppensieger

So wie hier beim 9:4 zum EM-Auftakt gegen Spanien kämpften die deutschen Herren (von links: Oliver Hörauf, Michael Feistle, Thomas Steiger) auch am Donnerstag beim 3:2 über die starken Finnen aufopferungsvoll in der Abwehr.
So wie hier beim 9:4 zum EM-Auftakt gegen Spanien kämpften die deutschen Herren (von links: Oliver Hörauf, Michael Feistle, Thomas Steiger) auch am Donnerstag beim 3:2 über die starken Finnen aufopferungsvoll in der Abwehr.

Auch Finnland und Tschechien besiegt – Gastgeber bei Heim-Europameisterschaft im Viertelfinale gegen Griechenland.

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10. Oktober 2019, 20:41 Uhr

Rostock | Wertes Publikum, schalten Sie die Handys bitte aus oder auf leise, leisten Sie der Mahnung des Schiedsrichters (Quiet please – Ruhe bitte) Folge, und der nächste Angriff kann gestartet werden: Die deutschen Goalball-Herren waren dabei am Donnerstag zum Abschluss der Vorrunde der Heim-Europameisterschaft vor allem gegen Tschechien wieder erfolgreich – 8:5 hieß es in der Stadthalle.

Mittags gab es im über den Gruppensieg vorentscheidenden Duell mit den Finnen in der Ospa-Arena über 2:0 und 2:2 einen 3:2-Erfolg. Das erwies sich schon als ein ordentliches Stück Arbeit. Vor allem der offensivgewaltigste Akteur der Gegenseite, Kaisu Hynninen, war kaum zu bändigen. Grundlage für den Sieg war vor allem eine sehr gute Defensivleistung. So parierte Felix Rogge einen Strafwurf, lenkte Michael Feistle mit großartigem Reflex einen Ball noch an die Latte, den viele Zuschauer wohl schon im Netz des neun Meter breiten und 1,30 m hohen Tores landen gesehen hatten.

Das Duell mit den Tschechen schien früh entschieden, als Deutschland durch Tore von Thomas Steiger (2) und Oliver Hörauf nach 65 Sekunden bereits mit 3:0 vorn lag. Doch es waren noch keine fünf Minuten um, da stand es 3:3, und Trainer Johannes Günther musste mit einer Auszeit eingreifen. Danach bekam das Team ganz in Weiß die Angelegenheit auf die Reihe und verschaffte sich bis zum Ablauf der ersten zwölf Minuten eine 5:3-Führung, die es in der zweiten Halbzeit auf 7:3 ausbaute.

Dann durfte auch endlich der Rostocker Reno Tiede erstmals an diesem Tag in Aktion treten. Er war aber nicht eingeschnappt, dass er gestern nur relativ kurz auf dem Feld stand: „Entscheidend ist, dass wir die Spiele gewinnen.“

Johannes Günther lobte seine Mannschaft dafür, dass sie sich vom zweimaligen Einbüßen klarer Führungen nicht nervös machen ließ: „Die Jungs haben sich nach individuellen Fehlern geschüttelt und wieder konzentriert. Ich bin stolz, wie sie das weggesteckt haben.“

Im Viertelfinale geht es am Freitag um 18 Uhr in der Stadthalle gegen Griechenland. Reno Tiede: „Die haben eine dreckige Spielweise, da müssen wir uns erst mal drauf einstellen.Das wird eine extrem haarige Nummer.“

Deutschland: Michael Feistle (Marburg) 1, Oliver Hörauf (Chemnitz) 6, Felix Rogge (Chemnitz) 2, Thomas Steiger (Nürnberg) 2, Reno Tiede (Rostocker GC Hansa), Stefan Hawranke (Königs Wusterhausen)

Die deutschen Damen beendeten die Staffel Y nach einem 2:12 am Freitagabend gegen Vize-Europameister Türkei – Charlotte Hartz traf zweimal, hatte u. a. zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzt – als Dritte und treffen im Viertelfinale am Freitag um 15 Uhr in der Ospa-Arena ebenfalls auf Griechenland.

Deutschland: Stefanie Behrens, Annkathrin Denker, Charlotte Hartz 2, Pia Knaute (alle Marburg)

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