Breitbandausbau : Rostock bekommt Gigabit-Netze

Den Zuwendungsbescheid überreicht Steffen Bilger (2. v. r.) an Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (2. v. l.) im Beisein von Eckhardt Rehberg (rechts) und Ralph Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft.
Den Zuwendungsbescheid überreicht Steffen Bilger (2. v. r.) an Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (2. v. l.) im Beisein von Eckhardt Rehberg (rechts) und Ralph Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft.

Hansestadt erhält Zuwendungsbescheid über rund 34,4 Millionen Euro vom Bund, um Lücken für superschnelles Internet zu schließen.

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14. April 2019, 16:44 Uhr

Rostock | Um Rostock an das superschnelle Internet anzuschließen, hat die Hansestadt vom Bund Millionen in Aussicht gestellt bekommen. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid über bis zu 34,4 Millionen Euro konnte Rostocks OB Roland Methling (parteilos) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, in Empfang nehmen. Mit dem Millionenbetrag sollen die Stadtgebiete ans Gigabit-Netz angeschlossen werden, die derzeit und in den kommenden drei Jahren nicht durch ein so genanntes NGA-Netz (Next Generation Access Network) versorgt sind.

"Wir stellen die Weichen für die digitale Zukunft unseres Landes. Mit diesem Förderbescheid unterstützen wir die Hansestadt Rostock dabei, ihren Anschluss an das superschnelle Breitband zu organisieren", sagte Steffen Bilger. Eckhardt Rehberg, Vorsitzender der Landesgruppe MV der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Insbesondere mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Rostocker Wirtschaft freue ich mich, dass die weißen Flecken in der Breitbandversorgung wie etwa der Seehafen Rostock, bald der Vergangenheit angehören und auch die Randgebiete der Hansestadt ans Netz angeschlossen werden." Denn obwohl die Rostocker in den meisten Stadtteilen die Wahl zwischen verschiedenen Internet-Anbietern haben, gebe es laut Methling diese Lücken für zukunftsweisende Netzanbindungen. "Die Förderung des Bundes versetzt uns nun in die Lage, diese Lücken schnell schließen und dabei auf zukunftsfähige Technologien zu setzen", so der OB.

Die Kosten für den Breitbandausbau werden derzeit auf rund 34,4 Millionen geschätzt. Die Förderquote des Bundes liegt bei 50 Prozent (17,2 Millionen Euro). Außerdem wird das Vorhaben durch die Breibandförderrichtlinie MV mit einer Kofinanzierung in Höhe von 40 Prozent (13,76 Millionen Euro) unterstützt. Und es wird geprüft, den verbleibenden Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent (3,44 Millionen Euro) aus dem kommunalen Ausgleichsfonds des Landes zu decken.

Vor Beantragung der Mittel hatte Rostock ein Markterkundungsverfahren für das gesamte Stadtgebiet durchgeführt. Dabei wurden Gebiete identifiziert, für die bisher keine Ausbauzusagen von Telekommunikationsunternehmen vorliegen und die nur eine Versorgung mit Internetzugängen einer Bandbreite unter 30 Mbit/s aufweisen. "Nun können in Rostock Konkretisierungen der Ausbaugebiete erfolgen. Durch eine Novellierung der Richtlinie können auch Anschlüsse von Gewerbegebieten, Krankenhäusern und Rehakliniken sowie von Schulen gefördert werden", so Methling.

Bis September 2019 sollen Planung, Bau und Betrieb des Netzes europaweit ausgeschrieben werden. Erst, wenn ein Unternehmen gefunden wurde, wird ein endgültiger Fördermittelbescheid ausgereicht. Ab Februar 2020 könnten dann erste Ausbaumaßnahmen erfolgen.

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