Brennende Synagogen : Rostocker erinnern an Reichspogromnacht

Im vergangenen Jahr übernahm Landesrabbiner William Wolff das Gebet auf dem Jüdischen Friedhof. In diesem Jahr findet die Gedenkveranstaltung vor der Stele in der Augustenstraße 101 statt.
Im vergangenen Jahr übernahm Landesrabbiner William Wolff das Gebet auf dem Jüdischen Friedhof. In diesem Jahr findet die Gedenkveranstaltung vor der Stele in der Augustenstraße 101 statt.

Vor 80 Jahren stand auch in der Rostocker Augustenstraße die Synagoge in Flammen. Gedenkveranstaltung am 10. November.

svz.de von
05. November 2018, 10:15 Uhr

Rostock | Bis 1945 haben die Nazis mehr als 120 jüdische Rostocker vom Vierjährigen bis zum betagten Senior ermordet, meist in den Vernichtungslagern. Schon viel früher aber zeigten sie deutlich ihren Hass. Spätestens in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 muss allen Rostockern das klar geworden sein - damals zündeten die Nazis während der Reichspogromnacht auch die Synagoge in der Augustenstraße an. Lichterloh schlugen die Flammen in den Himmel, die Feuerwehr durfte nicht einschreiten.

An die Verfolgung erinnern die Rostocker am 10. November um 10 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung am früheren Standort der Synagoge in der Augustenstraße 101. Heute steht an der Stelle des abgebrannten Gotteshauses, das 1932 rund 350 jüdischen Gemeindemitgliedern als Zentrum diente, eine Stele. Bei der Veranstaltung vor ihr sprechen der aktuelle Landesrabbiner Yuri Kadnykov, Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Juri Rosov. Anschließend sind die Teilnehmer zum Gottesdienst in die Jüdische Gemeinde, Augustenstraße 20, eingeladen.



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