Rostock : Algerier fliegt mit gefälschten Papieren im Hafen auf

Der Algerier flog bei einer Polizeikontrolle im Rostocker Seehafen auf.
Der Algerier flog bei einer Polizeikontrolle im Rostocker Seehafen auf.

Obwohl er einen gültigen Aufenthaltstitel hätte vorlegen können, präsentierte der Mann den Polizisten falsche Papiere.

svz.de von
08. November 2018, 09:47 Uhr

Rostock | Bundespolizisten haben bei einer Routinekontrolle am Mittwochabend im Rostocker Seehafen einen Algerier mit gefälschten Papieren erwischt. Dabei hätte der Mann sogar einen ordnungsgemäßen spanischen Aufenthaltstitel vorlegen können. Doch weil sein Originalpapier beschädigt und kaum mehr lesbar ist, hatte er einfach auf illegale Weise eine Kopie davon fertigen lassen. Für diese Fälschung zahlte er 100 Euro an einen Mann, den er in einem Café in Spanien traf und von dem er einen Tag später das Dokument erhielt.

Dieses legte er den Rostocker Beamten neben seinem Reisepass auch vor. Deren geschulten Augen entging nicht, dass mit dem vorgelegten Dokument etwas nicht stimmte. Sie stellten schnell fest, dass es sich hierbei um eine Totalfälschung handelte. Erst jetzt legte der Algerier das Original vor. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass er ordnungsgemäß in Spanien gemeldet ist und sich im Schengen-Gebiet aufhalten darf.

Für seinen Betrugsversuch muss sich der Mann nun dennoch einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung stellen. Außerdem werden 100 Euro Strafe fällig. Die Kosten und den Aufwand hätte der Algerier sich ersparen können, indem er sich von den spanischen Behörden ein neues Dokument hätte ausstellen lassen.

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