Nachlass : 88 Plastiken für Rostock

„Stehende Frau“ ist eine der 88 Plastiken von Wolfgang Eckardt, die Museumsleiter Dr. Steffen Stuth und seine Mitarbeiter nun in die Sammlung aufnehmen können.
„Stehende Frau“ ist eine der 88 Plastiken von Wolfgang Eckardt, die Museumsleiter Dr. Steffen Stuth und seine Mitarbeiter nun in die Sammlung aufnehmen können.

Skulpturen des Bildhauers Wolfgang Eckardt im Wert von 22 000 Euro sind jetzt in die Sammlung des Kulturhistorischen Museums übergegangen.

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25. März 2014, 12:00 Uhr

Dem Kulturhistorischen Museum ist jetzt ein ganz besonderes Geschenk gemacht worden: 88 Plastiken aus dem Nachlass des Bildhauers Wolfgang Eckardt gehen in den Besitz der Hansestadt Rostock über und werden in die Sammlung des Museums mit Sitz im Kloster zum Heiligen Kreuz aufgenommen. Der Wert der 86 Gips-, einer Beton- und einer Bronzeplastik beläuft sich auf 22 000 Euro.

„Wolfgang Eckardt ist für Rostock ein ganz wichtiger Bildhauer“, sagt Dr. Steffen Stuth, Leiter des Kulturhistorischen Museums. Und das hänge nicht nur damit zusammen, dass dieser Künstler das prägnante Matrosen-Denkmal geschaffen hat, das am Kabutzenhof den Stadthafen ziert. „Seine Plastiken sind überall im Stadtbild zu finden“, sagt Stuth. Ein Teil der nun als Schenkung an die Stadt übertragenen Werke befindet sich als Dauerleihgabe schon seit Längerem im Kulturhistorischen Museum. Dementsprechend stehe die Einrichtung auch schon lange in Kontakt mit der Witwe des Künstlers, die nun die Übertragung des Nachlasses des 1999 verstorbenen Bildhauers veranlasst hat.

„Wir freuen uns sehr“, betont Stuth. Denn die Werke dokumentierten das künstlerische Schaffen in Rostock. „Sie sind eine spannende Ergänzung unserer Sammlung“, so der Historiker. Rund 400 Plastiken aus dem 15. bis 20. Jahrhundert befinden sich im Besitz des städtischen Museums.

Bei den meisten der 88 Arbeiten von Wolfgang Eckardt handelt es sich um Studien, in denen sich der Künstler einem Objekt nähert, wie Museumsleiter Stuth berichtet. Dies sei vor allem darum spannend, weil sich so auch die Arbeitsprozesse unmittelbar an den Werken ablesen lassen. Die Plastiken stammen allesamt aus dem Privatbesitz der Witwe und datieren aus der Zeit zwischen 1951 und 1987. Thematisch reicht die Bandbreite von Porträts über Akt bis hin zu Plastiken von Matrosen oder Arbeitern. Auch die Studienreisen des Bildhauers nach Aserbaidschan und Mosambik spiegeln sich in den Arbeiten wider. Die Plastiken sind anfänglich dokumentiert, wie Museumsleiter Stuth berichtet. Nun müssen natürlich auch die restlichen Arbeiten für die Inventarliste der Sammlung erfasst werden, bevor sie Teil der Plastiksammlung werden und auch wissenschaftlich bearbeitet und ausgestellt werden können.

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