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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 11:31 Uhr

800 Parkplätze fehlen in der Altstadt

vom

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2012 | 08:43 Uhr

Östliche Altstadt | In der Östlichen Altstadt einen Parkplatz zu finden, ist gerade in den Abendstunden ein leidiges Unterfangen. Die vorhandenen Stellplätze sind besetzt - und das, obwohl viele Hauseigentümer mit Carports auf dem Hof und Garagen im Kellergeschoss schon für Abhilfe gesorgt haben. Laut einer Studie fehlen zwischen 800 und 1000 Parkplätze in der Östlichen Altstadt. Das bekommt auch Anwohnerin Vanessa Schulze regelmäßig zu spüren. "Ein gutes Auto zu kaufen, lohnt sich hier nicht", sagt sie. Denn auf dem unbefestigten Parkplatz Am Wendländer Schilde muss sie viele Schlaglöcher umkurven, um zur anvisierten Lücke zu gelangen. "Und mitunter passiert es schon, dass jemand das eigene Auto beim Rangieren streift", so die 21-jährige Mechatronikerin.

Beinahe aussichtslos ist die Parkplatzsuche, wenn zudem eine abendliche Veranstaltung mehr Menschen als sonst in das historische Viertel lockt. Denn die Altstadt mausert sich mit Galerien, der Hochschule für Musik und Theater, der Kleinkunstbühne Ursprung und der Konzertkirche St. Nikolai mehr und mehr auch zum kulturellen Quartier. "Auch im Sommer, wenn viele Urlauber da sind, ist es schwierig", sagt Schulze. Bis 17 Uhr oder wenn die Restaurants Feierabend machen - da sei die Situation entspannter.

Fläche vor der Nikolaikirche wird neu geordnet

Eine Untersuchung von 2004 ergab, dass in der Östlichen Altstadt 800 bis 1000 Stellplätze fehlen. Ganz neu sind diese Werte nicht mehr, aber Odett Freiberg von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) betont: "Dass die Situation noch immer angespannt ist, wissen wir mit Sicherheit." Nun soll eine neue Analyse des ruhenden Verkehrs in der Östlichen Altstadt genau aufschlüsseln, wie viel Bedarf besteht und wo die Schwerpunkte liegen. Die Zahl der Wohnungen und Gewerbe ist seit der letzten Untersuchung gestiegen. Damals waren auch Vorschläge unterbreitet worden, wo privat oder öffentlich Parkhäuser, -plätze oder Garagen gebaut werden könnten. "Davon wurden aber nur wenige umgesetzt", so Freiberg. Darum will die RGS zusammen mit dem Tief- und Hafenbauamt die aktuelle Situation in einer neuen Untersuchung abbilden.

Ein Schwerpunkt ist dann auch der Platz vor der Nikolaikirche. Hier gibt es von Seiten der RGS schon Pläne zur Umgestaltung des Platzes. "Das Parken soll neu geordnet werden", sagt Freiberg. Außerdem soll die Fläche begrünt werden. "Die jetzige Situation ist dem Ort vor der Kirche ja nicht angemessen", so die Stadtplanerin. Derzeit befindet sich die Maßnahme in der abgestimmten Genehmigungsplanung.

Außerdem entsteht ein Parkplatz an der Petrischanze. Ursprünglich war hier einmal eine ganze Parkpalette geplant. Das sind maximal zweigeschossige, offen gestaltete Parkhäuser. "Sie sind nicht so auffällig", erklärt Freiberg. Darum eignen sie sich auch für städtebaulich sensiblere Bereiche. Nun wird an dem nördlichen Ende des neu entstehenden Petriviertels allerdings doch nur ein ebenerdiger Parkplatz entstehen. Weitere Standorte müssten also erschlossen werden, um die Situation in der Altstadt deutlich zu entspannen.

Ähnlich beengt ist es für Parker in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Auf dem Forum für ein neues Verkehrskonzept im Februar war darum auch der ruhende Verkehr ein zentrales Thema. In der City hingegen gibt es zwar genügend Parkplätze, allerdings häufig zu gesalzenen Preisen.

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