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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. August 2017 | 17:02 Uhr

Jubiläum : 800 Jahre Rostock: Plan nimmt Form an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rathaus legt ersten Entwurf vor. Einwohner sollen mit Projekten beteiligt werden.

Nach harscher Kritik an der scheinbar unprofessionellen Organisation hat die Verwaltung um Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) einen Entwurf des Masterplans zum 800. Geburtstag der Hansestadt in 2018 vorgelegt. „Ziel ist es, dass die Feierlichkeiten aus der Stadtgesellschaft heraus und durch diese entwickelt werden, um einen höchstmöglichen Identifizierungsgrad der hier lebenden Menschen mit ihrer Stadt und ihrem Jubiläum zu erreichen aber auch einen Blick in Rostocks zukünftige Entwicklung wagen“, heißt es in in dem Papier. Koordiniert wird das Doppeljubiläum 800 Jahre Stadtrecht und 600 Jahre Universität seit März von Franziska Nagorny, eine zweite Stelle sei ausgeschrieben.

Der Masterplan umfasst die Handlungsfelder Kultur, Sport, Städte, Weltoffenheit und Internationalität sowie Wissenschaft und Wirtschaft und die jeweils veranschlagten Kosten in Höhe von insgesamt 600 000 Euro aus dem Haushalt 2017 und 900 000 Euro aus 2018. Auf die Bereiche Kultur und Publikationen entfallen mit 400 000 beziehungsweise 500 000 Euro am meisten für musikalische Veranstaltungen, Stadtrundgänge oder das Rostock-Lexikon. Die restlichen Felder liegen mit meist ohnehin im Haushalt veranschlagten Veranstaltungen wie der Hanse Sail, dem Hansetag oder Bauvorhaben zwischen 100 und 150 000 Euro. Hinzu kommen Ausschreibungskosten für eine Jubiläumsbriefmarke, ein -logo – der beste Entwurf wird mit 25 000 Euro prämiert – und Zuschüsse für bisher nicht weiter definierte Bürgerbeteiligungsprojekte.

„Dass alle beteiligt werden sollen, klingt erst mal sehr gut“, meint Susan Schulz (Grüne), Vorsitzende des Kulturausschusses. So sollen die Bürgerschaft und Ausschüsse regelmäßig quartalsweise über aktuelle Stände informiert werden. Ihre Kritik: „Es sind zahlreiche Vorschläge von Kulturamt und -ausschuss einbezogen worden. Was mir neben den bisher geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen immer noch fehlt ist die Ausrichtung Richtung Zukunft“, so Schulz. Das vorliegende Planungspapier stellt allerdings bisher einen noch unvollständigen, groben Plan für die Jubiläumsjahre dar. Es werde kontinuierlich fortgeschrieben und nach und nach präzisiert, heißt es aus dem Rathaus. Öffentlich vorgestellt wird die Vorlage morgen auf der Sitzung der Bürgerschaft.

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