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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

Reutershagen : 80. Geburtstag der Bienenfreunde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kleingartenanlage An’n Immendiek feiert Jubiläum. Laubenpieper setzten sich für bedrohte Insekten ein.

Reutershäger Kleingärtner sorgen sich um den Erhalt der Honigbienen. Deswegen trägt ihre Anlage auch den Namen An’n Immendiek, was so viel heißt wie Bienenteich. Am Wochenende feiert die Kleingartenanlage ihren 80. Geburtstag auf der Vereinswiese.

Gegründet hat sich die Gartenanlage 1936. „Damals wurden die ersten Parzellen abgesteckt und über Oberleitungen mit Strom versorgt“, sagt Benno Winter, Vorsitzender der Anlage. Heute ist von den Strommasten nicht mehr all zu viel zu sehen, die Energieversorgung wurde längst erneuert. Einige Gärtner habe die Masten jedoch als Andenken stehen lassen.

Auf 300 Parzellen in der Größe von 400 bis 500 Quadratmetern ist die Gartenanlage mittlerweile angewachsen. „Darunter haben wir vier Imker bei uns“, sagt Winter. Insgesamt kümmern sie sich um 34 Bienenvölker. Wenn es noch mehr wären, würde er sich freuen. Schließlich liegt ihm und seinen Laubenpiepern der Erhalt der Insekten am Herzen. „Bienen sind verdammt wichtig“, betont er. Das sei auch am eigenen Obst zu merken. Die Bäume tragen derzeit mächtig viele Kirschen und auch die Äpfel, wenn sie auch längst noch nicht reif sind, sehen vielversprechend aus. Diese Tatsache ist vor allem den fleißigen Bienen zu verdanken. Die Produktion von hauseigenem Imkerhonig ist in der Gartenanlage bereits zur Tradition geworden. „Das Interesse bei den Leuten ist da, auch wenn es ein sehr zeitaufwendiges und teueres Hobby ist“, so der Vereinsvorsitzende. Mit seinem vielseitigen Baumbestand in der Anlage, sorgt der Gartenverein dafür, dass sich die Tierchen genug versorgen und zur die Honigproduktion beitragen können. „In unseren Robinien und Linden können sich die Bienen richtig austoben“, sagt der Vereinsvorsitzende. Den produzierten goldenen Sirup stellen die Imker in aufwendigem Verfahren selber her und verkaufen ihn in der Anlage und auch darüber hinaus.

Die rund 600 Mitglieder des Gartenvereins setzen sich aus jungen und alten Laubenpiepern zusammen. „Wir haben Senioren, Familien und auch viele junge Leute“, betont Winter. Über Leerstand muss sich der Verein derzeit nicht beklagen, ein gewisse Fluktuation sei immer da, aber in geringer Zahl, so der Vorsitzende.

Jenny Strozyk

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