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26. Hanse Sail : 70 Schiffe weniger beim Segel-Spektakel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Teilnehmerzahl sinkt im Vergleich zum Jubiläum

von
erstellt am 12.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Ein versandeter Stadthafen, Konkurrenz durch Atlantik-Rennen für Großsegler, 70 gemeldete Schiffe weniger als bei der silbernen Jubiläumsauflage – droht der 26. Hanse Sail eine Flaute? Organisationschef Holger Bellgardt verspricht trotz der vielen Herausforderungen ein hochkarätiges Spektakel für die erwarteten rund eine Million Besucher am zweiten August-Wochenende.

Allein am Passagierkai in Warnemünde werden parallel drei Windjammer, die Fregatte „Brandenburg“ und ein Kreuzfahrtschiff festmachen. Darunter auch die beiden größten Windjammer der Welt, die „Krusenstern“ und die „Sedov“ aus Russland. „Das sie hier sind, spricht für sich“, sagt Bellgardt. Auch die „Dar Mlodziezy“ als Vertreterin des diesjährigen internationalen Partnerlandes Polen hat sich wieder angekündigt. Insgesamt sind bisher 170 Schiffe aus zehn Nationen gemeldet, im vergangenen Jahr waren es allerdings noch 240 aus 16 Ländern. Die weiteste Anfahrt haben dieses Mal zwei japanische Fregatten, die wegen ihres Tiefgangs im Überseehafen anlegen werden. Dessen Nutzung ist eine Premiere. „Sie werden auch eingeschränkt zu besichtigen sein“, sagt Bellgardt.

Nicht mit Schiffen vertreten ist dieses Jahr Norwegen. Auch der polnische Dreimast-Schoner „Kapitan Borchardt“ oder Dauerteilnehmer „Gulden Leeuw“ bevorzugen die Tall-Ship-Races vor der spanischen und portugiesischen Küste. „Das ist nächstes Jahr wieder ganz anders“, verspricht Bellgardt. Dann enden die Wettfahrten der Großsegler im nahe gelegenen Stettin.

Bis dahin könnte auch das Problem des versandeten Stadthafens gelöst sein. „Wir gehen davon aus, dass er bis 2017 durch den Bund ausgebaggert wird“, so Bellgardt. Dann könnten auch Schiffe wie der Eisbrecher „Stettin“ wieder ins Stadtzentrum rücken. Dieses Jahr muss er sogar in den Fischereihafen ausweichen. „Das gefällt uns und der ,Stettin‘ nicht“, sagt Bellgardt.

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