Straßenbahn : 7,5 Millionen Euro für die RSAG

Im neuen Reinigungsfahrzeug: Michael Schroeder, technischer Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG
Im neuen Reinigungsfahrzeug: Michael Schroeder, technischer Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG

Minister übergibt Förderbescheide – unter anderem für ein Schotterreinigungsfahrzeug

svz.de von
05. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Klimaanlage, Barrierefreiheit, gut lesbare Anzeigetafeln – all das bietet die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ihren Fahrgästen. Gestern übergab Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) der RSAG zwei Zuwendungsbescheide für Investitionen zur weiteren Verbesserung des Nahverkehrs.

„Die RSAG leistet mit ihrem fast 200 Kilometer langen Liniennetz eine Riesenaufgabe für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr“, lobte Pegel. Ein Förderzuschuss in Höhe von rund 780 000 Euro ist für die Unterhaltung der Infrastruktur gedacht – etwa für neue Fahrzeuge. Weitere gut 6,7 Millionen Euro aus Regionalisierungsmitteln sollen in künftige Investitionen wie Gleisanlagen, Stromversorgungssysteme sowie Signal-, Leit- und Sicherungseinrichtungen und Straßenbahnen fließen.

„Haltestellen wurden umgebaut und barrierefrei gemacht“, so Abteilungsleiter Andreas Lüdtke, der bei der RSAG für den technischen Service zuständig ist. Zudem sei das Fahren in den neuen Fahrzeugen durch Klimatisierung komfortabler geworden. „Und das Einsteigen in die niederflurigen Busse und Bahnen ist barrierefrei möglich“, sagte der Betriebsanlagen-Experte stolz. Auch hätten sich die Großraumabteile für Rollstühle und Kinderwagen von zwei auf vier verdoppelt. Und bereits an vielen Haltestellen können die dynamischen Fahrgast-Informations-Anlagen genutzt werden. „Außerdem ist der technische Ausfall mit jährlich 0,04 Prozent sehr gering, fügt Lüdtke hinzu.

Neu sei darüber hinaus das Schotter- und Gleisreinigungsfahrzeug im Wert von etwa 550 000 Euro. „Dadurch, dass wir Kippen, Papier und Laub von Gleisen und Haltestellen entfernen, kommen unsere Gäste sicherer von A nach B“, so Lüdtke. Zuvor habe es zwei Reinigungsfahrzeuge gegeben – eines für Haltestellen, eines für Gleise. „Außerdem wird unsere Antriebstechnologie weiterentwickelt und an die vorgegebenen Abgasnormen angepasst“, ergänzte Michael Schroeder, technischer RSAG-Vorstand.

Ob die Preise für das Bahnfahren steigen? „Für die Stadt wird die Straßenbahn nicht teurer“, sagte Jochen Bruhn, kaufmännischer RSAG-Vorstand. Was die Bürger betreffe, so müsse geguckt werden, welche Preise ihnen zuzumuten seien.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen