Warnemünde : 60 Taucher feiern Weihnachten

Der Dummerstorfer Sebastian Bergfeld (l.) und Dr. Gerd Niedzwitz aus Rostock stürzten sich als erste Teilnehmer in die Fluten.
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Der Dummerstorfer Sebastian Bergfeld (l.) und Dr. Gerd Niedzwitz aus Rostock stürzten sich als erste Teilnehmer in die Fluten.

Auf dem Alten Strom herrscht großes Getümmel. Viele Neuzugänge bei der Traditionsveranstaltung dabei

svz.de von
16. Dezember 2013, 10:00 Uhr

Weihnachtlicher Hochbetrieb hat am Sonnabend auch unterhalb der Warnemünder Bahnhofsbrücke geherrscht. Die Mitglieder des örtlichen Tauchsportclubs (TSCW) haben an diesem Tag zum 39. Mal feucht-fröhlich den 3. Advent eingeläutet.

Traditionell eröffneten die Weihnachtsfrauen im Rettungsboot das jährliche Weihnachtstauchen auf dem Alten Strom. 60 Taucher ließen sich das eiskalte Vergnügen nicht entgehen und waren der Einladung des Vereinsvorsitzenden Joachim Bonin gefolgt.

Mit dabei waren die benachbarten Tauchclubs Stolteraa, Octopus, Neptun, die Helmtaucher, eine Abordnung von den Tauchern der Schiffs-Archäologie und der Feuerwehr. ,,Wir freuen uns über vier neue Taucher der Bereitschaftspolizei Mecklenburg-Vorpommern, die heute zum ersten Mal dabei sind“, begrüßte Joachim Bonin bei der Eröffnung die Neuzugänge.

Zu den Berufstauchern gesellten sich weitere neue Freunde des Wassersports von der Uni Greifswald und zwei Berliner Taucher. Für ihre langen Anreisewege wurden sie mit einem TSCW-Logo belohnt, das sie auf ihre Taucherkisten kleben konnten. Sebastian Bergfeld, Gerd Niedzwitz sowie Florian und Wilfried König vom Tauchclub Stolteraa bezwangen als erstes Team die Strecke vom Vereinsheim bis zur etwa 100 Meter entfernten Bahnhofsbrücke. Es gab nur einen warmen Moment während des gesamten Tauchgangs: Am Ziel erwartete die Teilnehmer ein Weihnachtsbaum für besinnliche Momente im sechs Grad Celsius kalten und trüben Wasser. „Hier ist ein Kompass empfehlenswert – oder man orientiert sich an der Böschung“, erklärte Taucher Bodo Herzig die Vorgehensweise unter Wasser. „Weil das Gewässer mit Alteisen belastet ist, lässt die Genauigkeit des Kompasses nach“, so Bodo Herzig.

Dann ging es schwimmend zurück an Land, wo Glühwein, Kesselgulasch und Lagerfeuer-Atmosphäre nicht nur die Seele wärmten. Selbstverständlich dachten die Taucher auch an ihre Lebensretter, falls sie selbst einmal in Not geraten sollten. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde deshalb am Sonnabend mit den Einnahmen des Kuchenbüfetts unterstützt.

Auch für die Taucher gab es aber eine Bescherung: Sie erhielten vorzeitig ihr Weihnachts-Menü – einen Karpfen. Die Weihnachtsfrauen verteilten kleine Geschenke unter den Zuschauern und selbst dekorierte Taucherbojen wurden prämiert.


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