Rostock: Streik im Einzelhandel : 6,5 Prozent mehr gefordert

<strong>Für höhere Tarife</strong>: Conny Töpfer   von Verdi spricht zu den 120 versammelten Arbeitnehmern. Sie  alle hoffen auf einen Verbesserung bei den Verhandlungen  um die Tarifverträge am 17. September. <foto>sopa</foto>
Für höhere Tarife: Conny Töpfer von Verdi spricht zu den 120 versammelten Arbeitnehmern. Sie alle hoffen auf einen Verbesserung bei den Verhandlungen um die Tarifverträge am 17. September. sopa

Rund 120 Arbeitnehmer in Rostocker haben gestern ihre Arbeit niedergelegt. Ihre Forderung: 6,5 Prozent mehr Gehalt und die Wiedereinführung des Manteltarifvertrages. Betroffen waren Kaufland, Marktkauf, Kaufhof und Real.

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15. August 2013, 07:48 Uhr

Rostock | Streik im Einzelhandel: Rund 120 Arbeitnehmer in Rostock haben gestern ihre Arbeit niedergelegt. Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Transparenten zogen sie durch die Innenstadt und versammelten sich Am Ziegenmarkt. Ihre Forderung: 6,5 Prozent mehr Gehalt und die Wiedereinführung des Manteltarifvertrages.

Betroffen waren die Rostocker Unternehmen Kaufland, Marktkauf, Kaufhof und Real, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Trotz des Streiks hatten die Geschäfte geöffnet. So befanden sich bei Kaufland in Rostock-Bentwisch nach Gewerkschaftsangaben knapp 30 von fast 200 Mitarbeitern den gesamten Tag im Ausstand.

Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen für Mecklenburg-Vorpommern machen. Verdi fordert für die rund 30 000 Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent, mindestens aber um 140 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen demnach um zehn Prozent steigen. „Die neuen Verhandlungen sind am 17. September, dann wird entschieden“, so Conny Töpfer von Verdi, die gestern vor den 120 Streikenden sprach.

Kein Tariflohn soll nach Gewerkschaftsforderung künftig unter 8,50 Euro liegen – das ist der Mindestlohn, den das Land für seine Aufträge festgelegt hat. Das Einstiegsgehalt für Ungelernte betrage derzeit 7,94 Euro, hieß es. Der Einzelhandel sei die Branche mit den meisten Aufstockern – das heißt, die Betroffenen verdienen weniger.

„Ich bin stolz auf die, die hier sind“, sagte Töpfer am Ende der Kundgebung. „Wenn das alles nicht hilft, werden wir uns noch einmal wiedersehen. Dann noch stärker.“

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