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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 18:03 Uhr

52 Architekten-Ideen für Neuen Markt

vom

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2013 | 09:23 Uhr

Stadtmitte | Es ist eines der spannendsten Städtebau-Projekte in Rostock in den kommenden Jahren: Die Nordseite des Neuen Marktes soll nach Jahrzehnten wieder bebaut werden. 52 Architekten haben ihre Ideen für den städtebaulichen Wettbewerb eingereicht. Sie wollen das Preisgericht mit ihren Vorschlägen für das Herz der Hansestadt begeistern. "Das ist eine gute Zahl. So viele Bewerbungen hatten wir uns auch erhofft", sagt Anja Epper, die zuständige Sachgebietsleiterin im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft. International renommierte Großbüros oder kleine, innovative Firmen? Planer aus europäischen Hauptstädten oder aus Rostock und Umgebung? Welche Büros hinter den Bewerbungen stecken, kann Epper noch nicht sagen. "Das gesamte Verfahren läuft anonymisiert ab. Erst, wenn die Preise für die besten Entwürfe vergeben werden, werden die Gewinner genannt.

Die erste Phase startete mit der Auslobung des Wettbewerbs im März dieses Jahres. Bis 1. Juli hatten Architekten und Stadtplaner aus ganz Europa Gelegenheit, ihre Ideen einzureichen. "Dabei ging es erst einmal nur um Grundideen und Skizzen", sagt Epper. Erst in der nächsten Wettbewerbsphase werden einige Bewerber darum gebeten, ihre Vorschläge zu verfeinern. "Am 13. August tagt das Preisgericht zu allen eingereichten Arbeiten. Dann werden etwa 15 ausgesucht, die in der zweiten Phase konkretisiert werden", so Epper.

In der Jury sitzen sowohl Fachpreisrichter, also Architekten und Stadtplaner, als auch Sachpreisrichter aus Rostock. Zu Letzteren gehören Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), der Leiter des Stadtplanungsamtes, Ralph Müller, sowie je ein Vertreter des Ortsbeirats Stadtmitte und des Ausschusses für Stadtentwicklung. Als Sachverständige sind außerdem Vertreter der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), der städtischen Ämter für Bauen, Denkmalpflege, Umweltschutz, Tiefbau und Stadtgrün sowie des Kommunalen Eigenbetriebs für Objektbewirtschaftung und -entwicklung in das Verfahren eingebunden. Die Fraktionen der Bürgerschaft sowie betroffene Interessenverbände können als Gäste teilnehmen.

Diejenigen Architekten und Planer, die es eine Runde weiter geschafft haben, haben bis Mitte Oktober Zeit, ihre konkretisierten Unterlagen und Modelle einzureichen. Im November tagt das Preisgericht dann erneut und entscheidet über die Gewinner. "Dann werden die Arbeiten auch öffentlich ausgestellt", sagt Epper. Außerdem ist eine Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung geplant.

Die Einbindung der Rostocker bei dem wichtigen Städtebau-Projekt hatte sich die Stadt von Anfang an auf die Fahnen geschrieben. Auf einem Bürgerforum im Februar dieses Jahres konnten alle Teilnehmer ihre Vorstellungen von der zukünftigen Gestaltung des Marktplatzes einbringen. Tenor: Die meisten Rostocker wünschen sich eine Architektur, die für einen belebten Markt sorgt, mit Platz für Cafés und Kunst sowie für Geschäfte und Wohnungen.

Das Areal, für welches die Architekten jetzt ihre Vorschläge eingereicht haben, geht über die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Nordkante hinaus. Es umfasst auch die Flächen zwischen Rathaus-Anbau, An der Hege, der Kleinen Wasserstraße und der Krämerstraße. Mit der Abwicklung des Wettbewerbs haben das Stadtplanungsamt und die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) das Berliner Büro Phase eins beauftragt.

Einen ähnlichen Wettbewerb hatte die Stadt für die Warnemünder Mittelmole ausgelobt - und offenbar gute Erfahrungen gesammelt. Das Interesse für das Filetstück war ähnlich groß: Fast 60 Architekten und Stadtplaner hatten sich hier in der ersten Wettbewerbsphase beworben.

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