JUBILÄUM : 500 Jahre Reformation: Rostock ehrt Joachim Slüter

Vor dem 500. Jahrestag der Reformation stellen die Hansestadt und die Evangelische Landeskirche den Reformator Joachim Slüter in den Fokus. Thomas Klemm, Karl Scharnweber, Wolfgang Schmiedt (v. l.) begleiten mit Choral-Improvisationen die Vorstellung der Pläne zum Jubiläum.
Vor dem 500. Jahrestag der Reformation stellen die Hansestadt und die Evangelische Landeskirche den Reformator Joachim Slüter in den Fokus. Thomas Klemm, Karl Scharnweber, Wolfgang Schmiedt (v. l.) begleiten mit Choral-Improvisationen die Vorstellung der Pläne zum Jubiläum.

Ausstellungen, Theaterstücke, wissenschaftliche Diskurse – die Hansestadt plant bereits jetzt die Feierlichkeiten für 2017.

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13. November 2014, 12:00 Uhr

Vor fast 500 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Er leitete somit die Reformation ein, die das heutige Gesellschaftsbild maßgeblich prägte. Der Rostocker Prediger Joachim Slüter ließ sich von Luthers Mut beeinflussen. Ihm zu Ehren reiht sich die Hansestadt in den nächsten Jahren in die Feierlichkeiten rund um das Reformationsjubiläum 2017 ein. „Was Luther getan hat, war mutig, aber barg auch Gefahren. Slüters Predigten in plattdeutscher Sprache und die Herausgabe eines Gesangsbuches waren es ebenso“, sagt Dr. Mitchell Grell, Reformationsbeauftragter für Mecklenburg und Pommern, gestern Abend in der Nikolaikirche. Bereits jetzt widmen sich die Rostocker Universität, diverse Museen sowie die Kirchengemeinde der Hansestadt in verschiedenen Projekten und Veranstaltungsreihen den Bedeutungsebenen der Reformation. „Der Streit um die Richtigkeit des Glaubens ging in Rostock durch alle gesellschaftlichen Schichten. Es liegt jedoch nahe die Veranstaltungen mit Joachim Slüter zu personalisieren, der sich zu einem der führenden Predigern im nordeuropäischen Raum entwickelt hat“, betont Dr. Andreas von Maltzahn, Bischoff der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Für Slüters Wiederkehr auf die Bühne wird im Sommer 2017 das Volkstheater sorgen. Geplant ist nicht nur ein Festumzug durch die ganze Stadt, sondern auch eine spartenübergreifende Inszernierung, die Bräuche, Tänze und Diskurse jener Zeit aufgreifen soll.

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