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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 10:37 Uhr

Jubiläum : 50 Jahre Erfolg im Handball

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gerhard Schumacher feiert sein Jubiläum als Trainer. Noch heute ist der 73-Jährige im Verein aktiv.

Eine „Goldene Hochzeit“ feiert Gerhard Schumacher gerade – mit dem Handballsport. Der 73-jährige Diplom-Pädagoge kann für die Fächer Sport und Musik viele Erinnerungen Revue passieren lassen. Beispielsweise jene, dass er mit seinen Jung-Lehrerkollegen Rainer Päplow und Peter Itner vor 50 Jahren von keinem geringeren als den damaligen Rostocker Handball-Cheftrainer Heinz „Acki“ Schmidt offiziell in den Übungsleiter-Stand beim SC Empor erhoben wurde. „Wir drei wurden um 16 Uhr zur offiziellen Maifeier ins Sportforum eingeladen. Zu unserer großen Verblüffung erklärte der Handballchef uns ab diesem Tag zu Mitgliedern des Traditionsklubs. Wir wurden delegiert, wie man es zu DDR-Zeiten nannte“, berichtet Gerhard Schumacher.

Vorher hatten die drei Junglehrer nach dem Studium am Institut für Lehrerbildung Neukloster gerade erst bei der BSG Einheit Rostock Mannschaften als Übungsleiter übernommen, die dann so stark wurden, dass sie jeden, der zu dieser Zeit im Rostocker Nachwuchshandball Rang und Namen hatte, schlugen. „Die kurze Zeit bei Einheit war für uns so etwas wie eine Probe – ohne zu wissen, was aus dem Ehrenamt werden würde“, so Schumacher.

Während Peter Itner später die Aufgabe eines Schuldirektors übernahm und Rainer Päplow mit 52 Jahren viel zu früh verstarb, absolvierte Schumacher ein Fernstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam mit dem Abschluss Diplom-Sportlehrer. Das war die Basis für eine 20-jährige Tätigkeit an der Kinder- und Jugendsportschule in Rostock. Neben seiner Arbeit als Pädagoge, war Schumacher auch immer Übungsleiter, Trainer mit B-Lizenz, Schiedsrichter und Funktionär mit vielen Aufgaben.

Kurios: Außer in Schul- und Studentenmannschaften hat Gerhard Schumacher nie aktiv gespielt. Seine handballsportliche Bilanz der vergangenen 50 Jahre sucht dennoch ihresgleichen. Von Hanni Przyling bis Nele Reimer brachte er 34 Mädchen auf den Weg bis in die Nationalteams der DDR und von Gesamtdeutschland. „Hanni gehörte zu den C-Mädchen, mit denen wir 1968 das erste Mal DDR-Meister wurden. Wir gewannen alle drei Spiele in der Vierer-Endrunde“, so Schumacher. Er habe immer noch den Wimpel mit dem Aufdruck Deutscher Meister zu stehen, obwohl es damals keinen Vergleich mit Mannschaften aus Westdeutschland mehr gab.“ Er fügt hinzu: „Richtiger Deutscher Meister wurden wir 1991. Zuerst waren die Empor-Mädchen der C-Jugend C letzter DDR-Meister und dann in der gesamtdeutschen Endrunde Deutscher Meister. Unsere Mannschaft schlug das Team aus Weinheim im Endspiel mit 11:8 Toren.“ Die Mannschaft von 1977 wurde ein Jahr später in der weiblichen B-Jugend Deutscher Meister.

Schumacher kennt noch viele Namen und Geburtsdaten der Mädchen, die bei ihm das Handball-Abc lernten. Nach seiner Zeit bei Empor, wo der Handball-Lehrer heute noch Ehrenmitglied ist, einem kurzen Intermezzo bei PSV Rostock, ist er heute immer noch beim SV Eintracht Rostock Übungsleiter für den jüngsten Nachwuchs. Was 1991 als Projekt Schule und Verein begann, lebt noch heute fort. So auch beim Grundschul-Pokal, den er selbst ins Leben rief.

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