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FC Hansa Rostock nimmt Wacker Burghausen auseinander : 4:1 dank starker zweiter Halbzeit

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FC Hansa Rostock hat sich am Sonnabend beeindruckend der schweren Aufgabe bei Wacker Burghausen entledigt. Auf Grund klarer Überlegenheit in der zweiten Hälfte siegt Hansa gerechtfertigt mit 4:1.

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2011 | 08:44 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat sich am Sonnabend beeindruckend der schweren Aufgabe bei Wacker Burghausen entledigt. Nach frühem Rückstand (4.) gab es einen auf Grund klarer Überlegenheit in der zweiten Hälfte auch in der Höhe gerechtfertigten 4:1-Auswärtssieg.

Der Wechsel im Sturm von Schied auf Vujanovic war zu erwarten, der Tausch Großöhmichen für Trybull in der Innenverteidigung nicht unbedingt. Von der taktischen Ausrichtung traten die Gäste unverändert im 4-2-3-1 an.

Die Partie begann – da viele Hansa-Fans wegen einer Lok-Havarie an ihrem Zug nicht rechtzeitig eintrafen – mit etwas über einer Viertelstunde Verspätung. Unter den 3375 Zuschauern, davon ca. ein Drittel Gäste-Anhänger, befand sich auch Thomas Finck, Co- und Kurzzeit-Cheftrainer der Vorsaison, jetzt als Scout für den Verein tätig. „Ich glaube, dass sich die Mannschaft den Aufstieg nicht mehr nehmen lässt, und bin auch für heute optimistisch“, sagte er.

Die Zuversicht erhielt allerdings rasch einen Dämpfer. Die Mecklenburger nutzten zwei Riesenmöglichkeiten nicht (Jänicke scheitert nach schönem Solo an Vollath/2., Lartey legt sich den Ball zu weit vor/3.) – prompt machten die Schwarz-Weißen mit ihrem ersten Angriff das 1:0: Wiemann sieht links draußen im Duell mit Holzer gar nicht gut aus, die Flanke verwertet der am hinteren Pfosten freistehende Knappmann per Kopf. Es ist das früheste Gegentor für die Hansestädter in dieser Saison (4.)

Die Rostocker kamen erst mal nicht mehr rein in den Rhythmus, der schon gefunden schien. Vielmehr gab es einige Zittereinlagen in der Defensive. So umarmte Wiemann den Burghausener Torschützen zu Boden, Gott sei Dank kein Elfmeter (13.). Dann vibrierte das Gehäuse nach einem Kopfball von Thiel ans Lattenkreuz (17.). Schließlich landete das Gerät nach einem Freistoß doch ein zweites Mal beim FCH im Netz, zum Glück war da bereits abgepfiffen (36.). Aber Hansa kam mehr und mehr ins Rollen. So bediente Ziegenbein fein mit Außenristpass Lartey, der überließ die Kugel Pannewitz, mit dessen platziertem Innenseitstoß Vollath Mühe hatte (16.). Vujanovic fehlte ein wenig das Abschlussglück (26., 34.).

Doch dann die 45. Minute: Nach einem Foul an Wiemann führt Jänicke blitzschnell und präzis den Freistoß aus, diesmal hat Lartey das richtige Timing, spitzelt den Ball an Vollath vorbei zum Ausgleich über die Linie. Bereits im Hinspiel waren die Ostseestädter kurz vor der Pause zum 1:1 gekommen (damals hatte Schied zum Endstand getroffen).
Mit Wiederbeginn die Roten klar überlegen bei sich häufenden, da erzwungenen Fehlern der Salzachstädter.

Noch brachten die Gäste einen Überzahlkonter nicht erfolgreich zu Ende (48.). Zehn Minuten später jedoch gehen sie mit dem schönsten Angriff des Tages in Führung. Robert Müller und Vujanovic leiten ein, rechts Schyrba auf Ziegenbein, wohltemperierte Flanke auf Pannewitz, mustergültig eingenickt – 2:1!
Nur 120 Sekunden später schieben die Rostocker den K.-o.-Hieb nach. Müller ist der Vorbereiter, erneut Lartey der Nutznießer. Allein läuft er auf Vollath zu und schiebt überlegt ein – 3:1.

Den letzten kleinen Restzweifel beseitigte der FCH in der 74. Minute, als er sauber einen Konter zum 4:1 ausspielte: Doppelpass Ziegenbein – Lartey, und bei „Zieges“ Eingabe steht Vujanovic genau da, wo er als Sturmspitze hingehört. Burghausen hatte nur noch einen Lattentreffer von Agyemang zu bieten (81.).

TRAINER Peter Vollmann:

Wir brauchten lange, um uns vom 0:1 zu erholen, standen schlecht nach hinten. Das 1:1 war ein erlösendes Erlebnis. In der Pause haben wir uns sortiert, individuell neu aufgestellt und dann die zweite Halbzeit sehr gut gestaltet. Wobei ich dennoch erst mit dem 4:1 zur Ruhe gekommen bin. Vielleicht ist das Ergebnis ein Stück zu hoch ausgefallen. Aber das war ein psychologisch wichtiger Dreier für unser Selbstbewusstsein vor der Partie gegen Kickers Offenbach. Wir haben gezeigt, dass wir nervenstark sind und auch die Spiele unter Druck gewinnen können.

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