Anerkennung : 331 Soldaten geehrt für Flüchtlingshilfe

Dankesurkunden für ihren Einsatz im Rahmen der Flüchtlingshilfe übergeben Oberbürgermeister Roland Methling (2.v.r.) und Oberstleutnant Helge Stahn (r.) den Soldaten.
Dankesurkunden für ihren Einsatz im Rahmen der Flüchtlingshilfe übergeben Oberbürgermeister Roland Methling (2.v.r.) und Oberstleutnant Helge Stahn (r.) den Soldaten.

Seit September unterstützt die Bundeswehr das Deutsche Rote Kreuz bei der Betreuung von Schutzsuchenden.

svz.de von
28. Juni 2016, 05:00 Uhr

Nonstop im Einsatz und auf alles vorbereitet: Mit 331 Soldaten unterstützte die Bundeswehr seit September vergangenen Jahres das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in der Hansestadt bei der Aufnahme und Betreuung von knapp 37 000 Transitflüchtlingen sowie 1900 zugewiesenen Asylbewerbern. Egal ob es um die Verpflegung, Unterbringung oder die Erstversorgung ging – die Männer und Frauen halfen mit, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Nun endet mit Beginn des neues Monats ihr Einsatz in Rostock. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) dankte gestern Mittag im Amt für Flüchtlingsangelegenheiten und Integration zusammen mit Jan Hornung, Vorstandsmitglied des DRK Kreisverbandes, der Bundeswehr für ihren Beitrag in der Flüchtlingshilfe. „Die enormen Herausforderungen wären ohne Hilfe der Soldatinnen und Soldaten nicht bewältigt worden“, so der Oberbürgermeister und führt fort: „Für mich waren die Professionalität bei Personalführung, beim Mitarbeitereinsatz, in der Logistik und bei den vielen notwendigen Improvisationen immer wieder beeindruckend.“

Denn ob sich fünf oder gar 500 Flüchtlinge pro Tag auf den Weg nach Rostock gemacht haben, war nicht immer sofort ersichtlich. „Es war oft eine Überraschung, aber wir waren auf alles vorbereitet“, erzählt Objektleiter der Einsatzleitstelle der Stadt Rostock Arne Brinckmann. Zu Beginn wurden auch schon mal 20- oder 30-Stundenschichten geschoben, so Brinckmann weiter. Insgesamt kamen die Soldaten allein in Rostock auf 28 392 Einsatzstunden im Rahmen der Flüchtlingshilfe.

„Der Einsatz war sehr spannend und fordernd. Wir haben viele Eindrücke gesammelt“, sagt Oberstleutnant Helge Stahn. An ein besonderes Erlebnis erinnert er sich noch gern zurück. Er lernte eine Flüchtlingsfamilie ohne gültige Ausweispapiere kennen, in der ein kleines siebenjähriges Mädchen auf Englisch versuchte, alles für die Angehörigen zu regeln. „Das war sehr beeindruckend“, sagt Stahn.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen