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Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 17:10 Uhr

Warnow-Tour : 3000 Radler erkunden ganz Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neuer Teilnehmer-Rekord bei der 9. Auflage der Veranstaltung. Die NNN waren mit dabei.

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Eine Stunde vor dem Startschuss zur 9. Warnow-Tour ist das Gelände der Hanse Messe rappelvoll. Die Sonne brennt und es ist keine einzige Wolke am Himmel zu sehen. Dementsprechend gut ist auch die Stimmung. Die 1000 Tour-Shirts sind schon vergriffen und immer noch strömen Menschen auf das Gelände.

Während sich die ersten Radler bereits am Startbogen versammeln, um später das Feld anzuführen, holt sich Zita Morgenstern ihr hellblaues Teilnehmer-Bändchen bei Holger Ausic ab. „Ich bin mittlerweile das achte Mal dabei“, sagt sie. Und es mache jedes Jahr aufs Neue Spaß, ihrem Hobby mit so vielen Gleichgesinnten nachzugehen. Wenige Meter von ihr entfernt steht Matthias Ehlers neben seinem Fahrrad. In seinem knallroten Tour-Shirt wirft er schnell noch einen Blick auf die Karte. „Die Route gefällt mir ausgesprochen gut, denn sie führt einmal durch die ganze Stadt“, sagt der Hobbysportler, der im vergangenen Jahr das erste Mal die Warnow-Tour mitgemacht hat.

Auch 20 Minuten vor dem Startschuss strömen immer noch Leute zur Hanse Messe, um sich registrieren zu lassen. Mario Siegl hat dabei alles ganz genau im Blick, denn er hat die Draufsicht. In einem ausfahrbaren Gitterkorb begibt er sich in immer luftigere Höhen. Als er fast 20 Meter über dem Boden schwebt, holt er sein Handy aus der Tasche und hält die einmalige Aussicht fest. Wie Ameisen strömen nun die rund 3000 Radler zum Startpunkt. In der allerersten Reihe stehen Georg Barten und Michael Küppers, die zu den Mitorganisatoren zählen, und sorgen in ihren gelben Warnwesten dafür, dass das Feld zusammenbleibt.

Um Punkt 11 Uhr fällt schließlich der lang ersehnte Startschuss und das Feld setzt sich langsam in Bewegung in Richtung Warnowtunnel. Die Polizei steht schon bereit, um den Autoverkehr kurzzeitig zum Erliegen zu bringen. Die Tunnel-Mitarbeiter haben bereits alles vorbereitet und warten auf die Radfahrer.

Immer schneller rollen die Teilnehmer nun dem Tunnel entgegen. Aus allen Richtungen sind Fahrradklingeln zu hören, die Euphorie ist spürbar. Die erste Tunnel-Hälfte führt bergab und ist schnell überwunden – doch dann kommt es zu einem kleinen Stau. Die Steigung macht das Radfahren plötzlich mühsam. Doch schon Minuten später geht es wieder weniger anstrengend weiter – auch wenn die Petersdorfer Straße zwischen Krummendorf und Toitenwinkel wegen des Kopfsteinpflasters für einige Fahrräder zu einer echten Härteprobe wird.

An den Kreuzungen sorgt die Polizei stets für einen reibungslosen Ablauf. Die Autofahrer müssen überall warten und bestaunen, wie hunderte Radler an ihnen vorbeiziehen. Gediegen geht es ab Toitenwinkel weiter, vorbei am Dierkower Kreuz und über die Petribrücke bis hin zum Stadthafen. Erst am Vogelsang ist noch einmal richtig Muskelkraft gefragt – es geht steil bergauf. Bis zum Zoo ist es aber nicht mehr weit, die Stadtmitte und Südstadt lassen die 3000 Radler bald hinter sich und dann öffnen sich auch schon die Tore des Zoos, wo alle eine verdiente Pause einlegen.

Erst zwei Stunden später, kurz nach 15 Uhr, herrscht wieder Aufbruchsstimmung. Auf dem Rückweg der Tour sind nicht mehr ganz so viele wie am Anfang dabei, trotzdem ist die Stimmung gut. Durch das Hansaviertel, Reutershagen und Schutow geht es gemütlich zurück an den Startpunkt – zur Hanse Messe.

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