Maritimes : 27 Boote werden zu Wasser gelassen

Die letzten Verschönerungsarbeiten an der Segelyacht „Ventus II“ erledigen Uwe Jahnke und Dirk Reinicke am Wochenende. Denn bald soll es auf Törns gehen.
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Die letzten Verschönerungsarbeiten an der Segelyacht „Ventus II“ erledigen Uwe Jahnke und Dirk Reinicke am Wochenende. Denn bald soll es auf Törns gehen.

Segelclub gibt Startschuss für die beginnende Saison. Mitglieder nehmen letzte Verschönerungsarbeiten vor den ersten Törns vor. „Venus“ sucht neuen Eigner.

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20. April 2015, 10:00 Uhr

Den Startschuss für die beginnende Segelsaison hat der Warnemünder Segelclub am Sonnabend gegeben. „27 Boote werden heute geslippt“, sagte Klaus Möller. Der Takelmeister hatte die rund 50 Mitglieder und Eigner im Blick und gab beim Rangieren den Ton an. Diese waren nervös, denn es könnte ja etwas schiefgehen, das Boot kippen oder sich durch die Hebebelastung Risse bilden. Mancher Bootsbesitzer zog mit gemischten Gefühlen die Gurte an. Dann zog der vor vier Jahren vom Verein angeschaffte und moderne Drehkran die besten Stücke der Segler in die Höhe.

Der Kran bewältigt mühelos bis zu 6,3 Tonnen. Selbstverständlich haben sich alle über eine Versicherung abgedeckt, denn wenn das Boot aus den Riemen rutscht, ist der Schaden groß. Damit die auch Hochglanz polierten Boote nicht an der Kaikante anschlagen, wirkten mehrere Leinenführer mit, das Boot in der richtigen Position zu halten. Auf die Schnelle besserten die Besitzer vorher die nicht zugänglichen Stellen mit etwas Bootslack aus, während das Schmuckstück ruhig am Haken hing. Auch die Mitsegler halfen fleißig mit. „Wenn Arbeiten anstehen, dann sollte man schon mit anpacken“, sagte Dirk Reinicke aus Warnemünde. Er half Eigner Uwe Jahnke, der noch schnell etwas Farbe für die „Ventus II“ organisiert hatte. Erst am späten Nachmittag sollte die Segelyacht geslippt werden. Also noch reichlich Zeit, dem Lack etwas Hochglanz zu verleihen. Frisch poliert und gewartet segeln die Schiffe ab sofort wieder dem Horizont entgegen und läuten endgültig die kommende Saison ein.

Wer schon immer geplant hat, sich einen Segler anzuschaffen, und wo bisher die finanziellen Mittel fehlten, darf jetzt auf eine sehr günstige Gelegenheit hoffen. Der Segelclub möchte das Vereinsschiff „Venus“ abgeben. Die segelklare Schönheit hat einen Rumpf aus Mahagoni und insgesamt wurden von diesem Modell aus dem Jahre 1954 fünf Modelle gefertigt. „Leider ist der Nachwuchs nicht besonders auf Holz fixiert“, bedauert der bisherige Skipper Johann Ruickoldt. Er hofft auf einen Liebhaber, der die edlen Seiten der „Venus“ zu schätzen weiß. „Wir würden uns freuen, wenn sich jemand findet, der das Boot mit Liebe und Leidenschaft weitersegelt“, so Ruickoldt.

Kontakt zum Segelclub und auch zum Verkauf unter der Telefonnummer 0381/523 40.

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