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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 03:27 Uhr

Großeinsatz in Rostock : 24-Jähriger rastet aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Drama im Nordwesten: Polizeilich bekannter Mann wehrt sich gegen Zwangseinweisung in die Nervenklinik

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2014 | 20:00 Uhr

In Groß Klein ist es am Wochenende zu einem wahren Drama gekommen. Ein 24-Jähriger mit psychischen Problemen rastete aus. Ein großes Polizeiaufgebot und speziell geschulte Beamte waren notwendig, um der Situation Herr zu werden. Am Nachmittag hatte der Groß Kleiner seine leiblichen Eltern aufgesucht. Er attackierte sie körperlich, wobei eine Fensterscheibe zu Bruch ging. Die Mutter gab an, dass ihr Sohn an einer psychischen Erkrankung leidet.

Mitarbeiter des Brandschutz- und Rettungsamtes, Rettungssanitäter und ein Notarzt wollten den Mann daraufhin gegen 17.15 Uhr aus seiner Wohnung im Blockmacherring holen, um ihn in die Nervenklinik in Gehlsdorf zwangseinzuweisen. Doch so einfach ging das nicht vonstatten. Der junge Mann widersetzte sich den Anweisungen, mitzukommen. Er schloss die Tür ab und verschanzte sich in seiner Wohnung. Wenig später fielen mehrere Schüsse hinter der Tür. Notarzt und Sanitäter zogen sich zurück und alarmierten sofort die Polizei. Mehrere Streifenwagen rückten an. Obgleich die Beamten sogar einen Schlüssel für die Wohnung hatten, hielten sie sich zurück. Mit Maschinenpistolen bewaffnet umstellten sie allerdings das Mehrfamilienhaus. Sie behielten den Balkon des 24-Jährigen im ersten Stock fest im Visier. Fußgänger und Kinder, die den Bereich passieren wollten, wurden umgehend weggeschickt.

Der Mann war bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Er soll sogar gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Speziell geschulte Beamte mit schusssicheren Westen rückten an und stürmten die Wohnung. Sie konnten den Mann fassen und in den Rettungswagen bringen. Unter Polizeischutz und mit Fixierungen an den Händen konnte ihn dann ein Arzt untersuchen. Wenig später wurde er in die Gehlsdorfer Nervenklinik gebracht. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden mehrere Schreckschusswaffen sowie kleine Mengen an Betäubungsmitteln gefunden und sichergestellt. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand.

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