bauunglück : 2000 Einwohner ohne Wasser

Eine fünf mal fünf Meter große Baugrube barg das angebohrte Rohr und lief voll mit Wasser.  Fotos: Bernd Wüstneck
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Eine fünf mal fünf Meter große Baugrube barg das angebohrte Rohr und lief voll mit Wasser. Fotos: Bernd Wüstneck

Firma bohrt auf dem Sportplatz Dierkower Allee Hauptwasserleitung an / Versorgungsunternehmen repariert Donnerstag das Rohr

Nur klägliche Tröpfchen sind in den Morgenstunden am Mittwoch aus den Wasserhähnen von Haushalten in den Bentwischer Ortsteilen Harmstorf und Albertsdorf gekommen. Grund dafür waren Bauarbeiten in der Dierkower Allee/Ecke Bruno-Taut-Straße am neuen Sportplatz, beauftragt von der Stadt.

Am Dienstagnachmittag sollten Verankerungen für eine Flutlichtanlage gesetzt werden. Stattdessen trafen die Arbeiter eine 90 Zentimeter dicke Hauptwasserleitung der Firma Eurawasser. Über die nächsten Stunden setzte das peu à peu die Trinkwasserversorgung für 2000 Einwohner in Bentwisch schachmatt. Der Wasserdruck sank, das Wasser verschwand – auch im Hanse Center in Bentwisch mit seinen 50 Geschäften wie Märkten und Boutiquen. „Es betraf hauptsächlich Gastronomie und Dienstleistung wie zum Beispiel Friseur“, sagt Center-Managerin Kathrin Kühnel. Seit Mittag gab es dann wieder Wasser. „Wir hatten befürchtet, dass der Versorgungsausfall noch länger dauert“, sagt Gabi Kniffka von Eurawasser.

Die Telefone im Kundencenter waren heiß gelaufen, viele Einwohner angespannt. Die Lage unter Kontrolle zu kriegen, hatte Priorität, ein Krisenstab wurde eingerichtet. Die Haupttransportleitung führt stündlich rund 700 000 Liter Trinkwasser. Eurawasser war schon in der Nacht angerückt, um zu lokalisieren, welche der Leitungen getroffen war. Die Versorgung konnten sie über einen anderen Teil des Netzes, eine Art Umleitung, wiederherstellen, so blieben auch Dierkow und Toitenwinkel verschont. Die Ursache wird noch behoben. „Der Abschnitt, wo das Rohr angebohrt wurde, ist abgeschiebert“, sagt Kniffka. Die Mitarbeiter legen die Rohre frei und schweißen sie wieder zusammen. Das wird noch bis heute dauern. Wasserdruckschwankungen sind nicht ausgeschlossen.

Über die Bauarbeiten war Eurawasser im Vorfeld nicht informiert. Die Firma hatte es anscheinend versäumt, sich über die Verläufe der Leitungen zu informieren. Die Kosten, die durch das Bauunglück entstanden sind, sind noch nicht abzuschätzen.  

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