Rostock maritim : 200 Schiffe zur Hanse Sail

So viele Segelschiffe  wird es in diesem Jahr zur Hanse Sail in Rostock wieder zu entdecken geben.
So viele Segelschiffe wird es in diesem Jahr zur Hanse Sail in Rostock wieder zu entdecken geben.

Ganz Rostock freut sich auf die 24. Auflage des Traditionssegler-Treffens. In diesem Jahr gibt es gleich mehrere Premieren.

svz.de von
23. Juli 2014, 10:00 Uhr

Dichtes Gedränge wird bei der Hanse Sail vom 7. bis 10. August in Rostock nicht nur auf den Flaniermeilen herrschen, sondern auch an den Anlegestellen der Schiffe. „Viele Großsegler stehen auf der Anmeldeliste – mehr, als wir in Warnemünde am Passagierkai unterbringen können“, sagt Holger Bellgardt, Leiter des Sail-Büros.

Zur 24. Auflage des maritimen Großereignisses an der Warnow-Mündung hätten sich erneut mehr als 200 Schiffe angemeldet. Die Teilnehmer am größten Traditionssegler-Treffen weltweit kämen aus zwölf Nationen. Zu den besonderen Gästen gehören laut Bellgardt die Viermast-Barken „Sedov“ (117,5 Meter) und „Krusenstern“ (114,5) aus Russland sowie das Vollschiff „Dar Mlodziezy“ (108,8) aus Polen. Wieder dabei ist auch das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die „Gorch Fock“.

Ihre Premierenanläufe erleben der 1937 gebaute Viermastschoner „Santa Maria Manuela“ aus Portugal, der erst im März 2014 fertiggestellte Toppsegelschoner „Avatar“ aus den Niederlanden und die schwedische Brigg „Tre Kronor af Stockholm“. „Insgesamt sieben Großsegler auf einmal, das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, und es bringt uns auch an die Grenzen. Viele der kleinen und großen Schiffe laden Sail-Besucher traditionell zum Mitsegeln ein.

„Während die Einladung zu einem Fußballspiel steuerlich absetzbar ist, sind es Bootsausflüge nicht. Da muss sich gesetzlich was tun“, mahnte Bellgardt an. Seinen Angaben zufolge ist die viertägige Hanse Sail mit alljährlich gut einer Million Besuchern die größte Freizeit-Veranstaltung im Land Mecklenburg-Vorpommern.

Das Segler-Treffen werde ergänzt durch buntes Marktgeschehen, vielfältige Kulturveranstaltungen und Wettkämpfe. Organisation und Durchführung kosteten 1,5 Millionen Euro, die zu zwei Dritteln aus Einnahmen gedeckt würden. Den Rest schießt die Hansestadt Rostock zu. „Wenn man die Extra-Umsätze in der privaten Wirtschaft sieht, erscheint das gerechtfertigt“, so der Sail-Manager.

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