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Letztes Heimspiel für den HC Empor : 20 technische Fehler sind zuviel - nur 32:32

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Die Entscheidung über die Vorstands-Prämie ist vertagt. Mit einem 32:32 im letzten Heimspiel der Saison gegen den SC DHfK Leipzig verpassten der HC Empor die vorzeitige Sicherstellung von Platz sechs.

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erstellt am 02.Jun.2013 | 08:12 Uhr

rostock | Die Entscheidung über die Vorstands-Prämie ist vertagt. Mit einem 32:32 (14:16) im letzten Heimspiel der Saison gegen den SC DHfK Leipzig verpassten die Zweitliga-Handballer des HC Empor die vorzeitige Sicherstellung von Platz sechs. Damit bleibt auch offen, ob es die ausgelobten 1000 Euro für die Saisonabschlussfahrt nach Mallorca geben wird oder nicht.

In Erlangen um Platz sechs und 1000 Euro

Die Entscheidung fällt nächsten Sonnabend beim HC Erlangen. "Die zehn ,Riesen’ holen wir uns. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Da hängen wir uns alle noch einmal richtig rein", sagte Kapitän Jens Dethloff und fügte hinzu: "Danke auch an die Fans und Sponsoren, die während der Partie die ,Klingelbüchsen’ zusätzlich füllten."

So haute der Bundestagsabgeordnete Steffen Bockhahn (PDS) 250 Euro rein, ließ sich die Eurawasser Nord GmbH anstecken, zückten auch die 680 Zuschauer ihre Geldbörsen - Leistung wird eben belohnt.

Apropos Leistung: Empor-Fan Klaus Manthei stellte fest: "Wie sich auch die Spieler, die künftig nicht mehr für Rostock auflaufen werden, reinknieten, war beispielhaft. Das sollte Anlass sein, unseren HCE im Rahmen des Sponsorings noch stärker zu unterstützen. Hier wird echt Leistung geboten."

Eine solche wurde nach dem Abpfiff besonders belohnt. Der Fanclub Emporianer kürte den "Spieler der Saison". Tom Wetzel hatte knapp die Nase vorn. 213-mal traf der Rückraummann bisher 2012/13 ins Schwarze, entwickelte sich zu einem echten Leader. Das erkannten in einer Umfrage ebenfalls die Aktiven und Trainer der 2. Bundesliga an. In der Wertung der HBL belegte Tom Position zwei. Der DHfK legte er 13 "Dinger" ins Netz, meinte aber selbstkritisch: "In Halbzeit zwei unterliefen mir ein paar technische Fehler zuviel." Der junge Mann hat einen hohen Anspruch - Beifall.

Den bekam auch René Gruszka. Ohne viel Schlaf - seine Frau brachte um 6.36 Uhr Töchterchen Mara-
Luise zur Welt - stellte er sich in den Dienst der Mannschaft: "50 Zentimeter, 3350 Gramm - ich bin happy."

Neben Wetzel bei der HBL ebenfalls auf dem Ehrenplatz: Trainer Dr. Rastislav Trtik. Der 52-Jährige hauchte dem HC Empor mit seinen Ideen eines schnellen Spiels, einer offensiven Abwehr und vieler Showszenen neues Leben ein. Unter dem Jubel des Publikums öffnete er eine Magnum-Champusflasche. Es war wie bei einer Formel-1-Siegerehrung.

Da ging lediglich der 1000. Saisontreffer des HCE unter. Vyron Papadopoulos hatte ihn zum 7:4 erzielt.

Handball wurde natürlich auch gespielt. Trtiks Einschätzung bringt das Geschehen auf den Punkt. Die Torfolge spiegelt das Auf und Ab in der OSPA Arena treffend wider. Empor blieb auch in der vierten Zweitliga-Partie gegen Leipzig ohne Sieg.

Rostock: R. Wetzel, Kominek - Becvar 1, Dethloff 1, Höwt, Gruszka 6/2, Flödl 2, T. Wetzel 13/7, Papadopoulos 5, Todosijevic, Wischniewski 1, Zemlin 3, Langhans (nicht eingesetzt)

Leipzig: Pulay, Levshin - Streitenberger, Krzikalla 6, Oehlrich, Binder 5, Ogano, Gerlich 1, Boese 8/5, Riehn, Seitle 3, Prokopec 3/1, Feld 5, Göde 1

Siebenmeter: Rostock 10/9, Leipzig 6/6

Zeitstrafen: Rostock 6, Leipzig 10 Minuten

Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic (beide Berlin)

Zuschauer: 680

Stationen: 6:1 (9.), 9:6 (16.), 13:9 (23.), 14:16 (30.), 14:18 (34.), 20:21 (37.), 23:26 (46.), 25:28 (50.), 28:31 (55.), 31:31 (57.), 31:32 (59:12), 32:32 (59:41)

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