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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 04:40 Uhr

Jubiläum : 20 Jahre Einsatz für die Jugend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Seit zwei Dekaden werden junge Menschen in Problemlagen vom ASB unterstützt. Dazu gratulierte auch Franz Müntefering

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Prominenter Besuch bei der 20-Jahr-Feier der ASB (Arbeiter-Samarita-Bund) Kinder- und Jugendhilfegesellschaft gestern in der Rostocker Kunsthalle: Der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) reiste extra mit dem Zug aus dem Sauerland an, um der Hilfsorganisation zu gratulieren: „Es wird immer viel von Nachhaltigkeit gesprochen, aber das Nachhaltigste, was man tun kann, ist sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern, zu vermeiden, dass junge Menschen wegdriften und falls sie doch wegdriften, ihnen eine zweite und eine dritte Chance zu geben.“ Müntefering ist seit April 2013 ehrenamtlich als Präsident des ASB Deutschland tätig. „Die Kinder- und Jugendhilfegesellschaft hilft nicht erst, wenn es zu spät ist, sondern von Anfang an. Damit Kinder ein Rückgrat bekommen. Damit sie in die Gesellschaft hineinwachsen können“, sagt er.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ – dieses Motto begleitet den ASB seit seiner Gründung vor 125 Jahren. „Wir feiern heute 20 Jahre, sind vergleichsweise also gerade einmal unseren Kinderschuhen entwachsen. Wir sind jung, gerade volljährig und dennoch sind wir reich an Erfahrung“, betont Dr. Andrea Rittig, Geschäftsführerin der Kinder- und Jugendhilfegesellschaft. Angefangen hat alles im Jahr 1994, als der Verband mehrere kommunale Einrichtungen, darunter mehrere Kinderheime, übernahm. Ein Jahr später wurde dann der Kinder- und Jugendnotdienst eröffnet. Mittlerweile hat sich das Aufgabenspektrum der Gesellschaft gewandelt. Während es in den 90er-Jahren vornehmlich um die Neustrukturierung der Kinderheime ging, werden heute in erster Linie Angebots- und Hilfeformen für Familien in Schwierigkeiten entwickelt. Eines dieser Angebote heißt „Marlene“ und richtet sich an Schwangere und alleinerziehende Mütter. „Nach einem familiären Schicksalsschlag kam ich in eine Wohngruppe des ASB. Meine Bezugsbetreuerin wurde für mich wie eine zweite Mutter. Ich wurde schwanger und bekam Hilfe durch das Projekt ,Marlene’“, erinnert sich Claudia Wagner, die noch heute einen engen Bezug zum ASB hat. „Ich habe meinen Realschulabschluss gemacht und eine Ausbildung abgeschlossen. Ich habe drei Kinder und einen festen Partner. Der Verband hat mich gelehrt, Unmögliches möglich zu machen“, so die 24-Jährige.

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