17 000 drängen zum Liebherr-Werk

<strong>Auf ihrer persönlichen Aussichtsplattform:</strong> Paula (4) mit ihrem Vater Mathias Anders <foto>georg scharnweber</foto>
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Auf ihrer persönlichen Aussichtsplattform: Paula (4) mit ihrem Vater Mathias Anders georg scharnweber

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18. Juni 2012, 11:32 Uhr

Überseehafen | Der zehnjährige Christoph Deike war aufgeregt, als er endlich an die Reihe kam, um den Kransimulator im Liebherr-Werk auszuprobieren. Er war einer von mehr als 17 000 Besuchern, die am Sonnabend zum Tag der offenen Tür strömten. "Das Bedienen ist gar nicht so einfach und wenn ich mir vorstelle, in welcher Höhe Kranführer arbeiten müssen, kann einem schon ein bisschen mulmig werden", sagt Christoph.

Neben dem Simulator konnten Familien und andere Interessierte sich einen Großteil des Werkes auf verschiedenen Rundgängen anschauen. Alle paar Meter standen Mitarbeiter bereit, um den Schaulustigen Genaueres zu den überwältigend großen Bauteilen zu erklären, zum Beispiel in der neuen 737 Meter langen Stahlbauhalle. Von einer Aussichtsplattform hatten sie zudem die Möglichkeit, einen Blick auf das riesige Hafengelände zu werfen. Wer Glück hatte, ergatterte mit einem Los auch einen Platz in einer Gondel ergattert, die von einem der Kräne hochgezogen wurde, und genoss die Rundumsicht. Auf dem Außenareal konnten große und kleine Zuschauer außerdem nicht einfach nur die Kräne betrachten. In einer ganz besonderen Aktion zeigten die Kranführer, was sie draufhaben, denn das Zukorken von Wein- und Sektflaschen ist auch mit den maritimen Riesen möglich. Mit 25 Tonnen Ballastgewicht am Haken eines Hafenmobilkrans konnte der Wärter mehrere Flaschen auf einmal zukorken. Dieses Spektakel ließen sich auch Ralf Labecki und sein 15 Monate alter Sohn Leandro nicht entgehen. "Der Kleine ist auch schon ganz begeistert von den großen Kränen. Er freut sich jedes Mal, wenn ein Container am Haken durch die Luft gesteuert wird", so der stolze Vater, der bereits schon einmal eine Werksbesichtigung mitgemacht hatte und nun mit seiner ganzen Familie wiederkam, um ihr die beeindruckenden Frachtkräne zu zeigen. Ein weiteres technisches Highlight war die Präsentation des neuen Offshore-Schwerlastkrans "TCC BOS 14 000".

Und damit auch jeder den Weg ins fand, organisierte das Unternehmen einen Busshuttle, denn für einige Besucher war der Tag besonders wichtig. Die Firma betreibt seit 2002 den wachsenden Standort Rostock und sucht seitdem stetig nach Nachwuchs und ausgebildeten Fachkräften für die Liebherr-Akademie. Produktionskapazitäten und Mitarbeiterzahlen wurden kontinuierlich gesteigert. Wer also Karriere bei diesem Weltunternehmen machen will, hatte auch die Gelegenheit, sich dazu umfassend zu informieren.

Thomas Müller, Geschäftsführer bei Liebherr, zog sein Fazit: "Mit dem Tag der offenen Tür haben wir eine Visitenkarte der Firma Liebherr abgegeben. Besonders freuen wir uns über das große Interesse der Bürger, sich über die Entwicklung unseres Werkes selbst ein Bild zu machen."

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