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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 06:51 Uhr

Rostock investiert : 150-Millionen-Paket geschnürt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Das Fördergeld soll in 93 Projekte aus fünf Vierteln fließen. Doch das Land muss viele der Vorhaben aber noch absegnen.

von
erstellt am 14.Aug.2014 | 12:10 Uhr

Die Hansestadt hat in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von fast 150 Millionen Euro in ihren städtebaulichen Fördergebieten auf dem Zettel. Allein in das Stadtzentrum, das die Viertel Stadtmitte und Kröpeliner-Tor-Vorstadt umfasst, sollen knapp 100 Millionen Euro fließen. Dort sind 41 Projekte in Planung. Die anderen 50 Millionen Euro verteilen sich auf 52 Vorhaben in den Vierteln Schmarl, Dierkow und Toitenwinkel. Voraussetzung: Das Land genehmigt sämtliche Förderanträge, die bis zum Stichtag 15. Oktober eingehen. Denn der Großteil des Geldes kommt aus Bundes- und Landesprogrammen.

Herausragendes Vorhaben ist der Theater-Neubau, für den die Verwaltung laut aktualisierter Prioritätenliste 59 Millionen Euro angesetzt hat. 11,25 Millionen Euro sollen über Städtebaufördermittel abgesichert werden, der Rest über andere Quellen. Um das Megaprojekt abzuwickeln, hatten Verwaltung und Bürgerschaft sich auf die Gründung einer Kulturstiftung geeinigt. Allerdings: „Das Land steht dem Vorhaben sehr kritisch gegenüber“, sagt Bauamtschefin Ines Gründel.

Ebenfalls Streit mit Schwerin gibt es bei der geplanten Sanierung des ehemaligen Schifffahrtsmuseums in der August-Bebel-Straße 1. Rostock will dafür insgesamt 7,5 Millionen Euro ausgeben, die je zur Hälfte von Stadt und Land getragen werden sollen. „Das Land hat aber 4,5 Millionen Euro als Deckelung bei den Gesamtkosten genannt“, so Gründel. Nach Abschluss der Arbeiten 2016 soll das Kulturhistorische Museum den Standort beziehen. Bislang ist dort die Societät Rostock maritim beheimatet.

Weitere millionenschwere Projekte im Stadtzentrum sind die Gestaltung der Uferkante im Petriviertel sowie die Sanierung zahlreicher Straßen, etwa der Ernst-Barlach-, Bleicher- sowie Grapengießer- und Badstüberstraße. Außerdem sollen eine Toilettenanlage am Neuen Markt, ein Parkhaus im Petriviertel sowie das Projekt Rosengarten unterstützt werden.

In den anderen drei Fördergebieten fließen bis 2022 allein 1,5 Millionen Euro in das Quartiermanagement. Mit 1,2 Millionen Euro werden die 50 000-Euro-Bürgerprojekte unterstützt, ebenfalls bis 2022. In Schmarl sind darüber hinaus die Sanierung der Kita im Kolumbusring 20, Rückbauten im Zentrum, die Freiflächengestaltung des Landgangs und eine Spiel-, Sport- und Freizeitanlage im Stephan-Jantzen-Ring geplant.

Toitenwinkel und Dierkow können sich unterdessen beide auf ein neues Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ) freuen. In beiden Vierteln soll es bereits im nächsten Jahr fertig sein. In Toitenwinkel sollen zudem das alte SBZ abgerissen und die Integrierte Baltic-Gesamtschule modernisiert werden. Auch in Dierkow soll das alte SBZ zurückgebaut werden. Dort ist außerdem die Sanierung der Grundschule Ostseekinder vorgesehen. Alle diese Projekte in den drei Vierteln sind finanziert. Weil der Bund sein Programm Soziale Stadt um 40 Millionen Euro aufgestockt hat, könnten nun aber noch weitere hinzukommen.

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