tragischer unfall : 12-Jähriger durch Stromschlag verletzt

Zwölfjähriger verunglückt in Rostock: Stromschlag durch die Oberleitung der S-Bahn.
Zwölfjähriger verunglückt in Rostock: Stromschlag durch die Oberleitung der S-Bahn.

Jugendlicher klettert in Rostock auf Güterwaggon

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24. Juli 2015, 08:00 Uhr

Ein zwölf Jahre alter Junge ist beim Spielen an einem alten S-Bahn-Haltepunkt in Rostock durch einen Stromschlag schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich am Donnerstag gegen 14.50 Uhr im Stadtteil Toitenwinkel. Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn hatte den Jungen und zwei seiner Freunde im Alter von 14 und 15 Jahren zwischen abgestellten Eisenbahnwaggons beobachtet, so die Polizei. Als der Zwölfjährige auf einen der Waggons kletterte, kam er der Oberleitung zu nahe und löste den Stromschlag aus. Dabei gab es einen lauten Knall, wie der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Rostock, Frank Schmoll, später berichtete.

Feuerwehrleute konnten den Jungen erst bergen, nachdem der Strom abgeschaltet und die Oberleitung geerdet worden war. Sanitäter versorgten den Zwölfjährigen zunächst vor Ort. Er wurde später mit schweren Verletzungen im Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Der 14-Jährige erlitt einen Schock und wurde ebenfalls in die Klinik gebracht. Den dritten Jugendlichen sowie Angehörige, die am Unglücksort angekommen waren, betreute ein Seelsorger der Johanniter-Unfallhilfe.

Vor vier Jahren gab es in Rostock schon einmal einen tragischen Zwischenfall, als Jugendliche auf Bahnanlagen spielten: Ein 14-Jähriger starb damals durch einen 15 000-Volt-Stromschlag, als er an einer Gleisanlage in Dierkow auf einen Schüttgut-Waggon kletterte.

Die Bahn warnt immer wieder vor dem Betreten der Gleisanlagen. Berührungen mit dem Fahrdraht verursachen meist schwere oder tödliche Verletzungen. Selbst bei einem Abstand von bis zu eineinhalb Metern könne der Strom überspringen.

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