Sicherheit : 1000 Polizisten sichern die Hanse Sail

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Der erste große Einsatz und dann gleich vor so einer Kulisse: Florian Kunert und Paula Zühlke.
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Der erste große Einsatz und dann gleich vor so einer Kulisse: Florian Kunert und Paula Zühlke.

Verstärkung kommt von Bereitschaftskräften, Wasserschutz und Munitionsbergungsdienst. Bilanz fällt erfreulich gut aus.

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13. August 2018, 05:00 Uhr

Mit Funkgerät, Handschellen und Dienstwaffe am Gürtel ist die Hanse Sail für die Polizeikräfte etwas völlig anderes als für die Besucher. Allein am Sonnabend – dem besucherstärksten Tag der Sail – waren 320 Beamte im Einsatz, so Sprecherin Yvonne Hanske. Insgesamt und verstärkt durch Munitionsbergungsdienst, Taucher und Wasserschutzeinheiten stellte die Polizei rund 1000 Kräfte für das Großereignis ab.

„Ich war schon zum Weihnachtsmarkt da, aber bei der Sail das erste Mal“, sagt Polizeikommissar Tobias Mielke, der am Wochenende für den Stadthafen eingesetzt war. So sehr würden sich beide Großveranstaltungen für die Arbeitspraxis aber nicht unterscheiden. Ihre Mobile Wache hatten die Beamten im Stadthafen unterhalb der Badstüberstraße, auf dem Hafenmarkt aufgeschlagen. Von dort schrieben Kollegen direkt Anzeigen, andere koordinierten die Kollegen und vor allem waren Streifen zu Fuß unterwegs – wie die von Mielke sowie den Polizeimeistern Florian Kunert und Paula Zühlke. „Es ist eher präventives Bestreifen“, sagt die 20-Jährige.

Wie Mielke und Kuhnert kommt sie von der zweiten Hundertschaft des vierten Einsatzzuges aus Anklam. Für den 22-jährigen Kunert und sie ist die Sail ihr erster großer Einsatz nach der Ausbildung. Ein glücklicher Zufall, denn für die Polizei verlief die Sail überraschend ruhig. Ein Rentner suchte erfolgreich Frau und Enkelin, eine Dame ihren Mann, einige Fundsachen wurden abgegeben. Es blieb ruhig und damit auch schon mal Zeit, um Minderjährige vom unerlaubten Rauchen oder Alkoholkonsum abzuhalten und sogar älteren Herrschaften auf deren Anfrage den Weg zum nächsten Restaurant zu erklären. Ganz normal, sagt Mielke – „wenn man am Bahnhof ist, wird man sogar nach dem Fahrplan gefragt“. Für viele sei die Polizei ein erster Ansprechpartner, erklärt Hanske.

Selbst ein Verdacht auf Paragraf 86a des Strafgesetzbuches, Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen, ließ sich glimpflich klären. Ein Mann – „und daran haben sich viele Gäste gestört“, sagt Hanske – war mit einem Hitler verherrlichenden T-Shirt unterwegs. Unkomplizierte Lösung für die Polizei: „Der hat es ausgezogen und umgedreht“, sagt Hanske, „eine Anzeige gibt es trotzdem“.

Damit sie bei solchen Vorfällen schnell vor Ort sein können, unterteilten die Beamten das Stadthafengelände in mehrere Sektoren. In zwei Schichten wurde so gearbeitet, von 10 bis 18 Uhr in der ersten. „Wir haben heute die ruhige Zeit erwischt“, sagte Polizeimeister Florian Kunert, „um 17, 18 Uhr steigt der Alkoholpegel langsam“. Und da kamen auch über die Sail-Tage dann die Vorfälle zustande, die sich in den Polizeimeldungen finden: Betäubungsmittel oder auch Diebstahl. „Da wollte einer dem anderen das Moped wegnehmen“, erklärt Hanske die Qualität der Vorfälle. „Es war eine entspannte, ruhige Lage“, fasst sie die Sail aus Polizeisicht zusammen.

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