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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 18:58 Uhr

Betreuung im Umland : 1000 Landkreis-Kinder in Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Senator fordert mehr Kita-Angebote im Umland. In Rostock werde es eng in der Betreuung. Sozialdezernentin will gemeinsame Lösung.

von
erstellt am 28.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Der Sozialsenator der Hansestadt und die neue Sozialdezernentin des Landkreises stimmen sich aktuell zur Kita-Nutzung ab. „Im Moment gehen rund 200 Kinder aus Rostock im Landkreis in die Kita und rund 1000 aus dem Landkreis in der Stadt“, sagt Senator Steffen Bockhahn (Linke).

Der Druck in einigen Vierteln wachse. Er habe die Dezernentin gebeten, „die Aktivitäten zu erhöhen, Kinder, die sie dort haben, selbst besser zu betreuen“, sagte Bockhahn im Ausschuss für Jugend und Soziales. Sonst müsste die Stadt größere Maßnahmen starten. „Und ich wüsste nicht, wo wir in Stadtmitte oder der KTV noch Flächen hätten, entsprechende Angebote zu etablieren“, so der Senator.

Eine schnelle Lösung, macht Sozialdezernentin Anja Kerl klar, könne es nicht geben. „Im Landkreis Rostock sind die Städte und Gemeinden für Kindergärten und Krippen zuständig“, sagt sie. Der Kreis selbst könne mit den Gemeinden im Rostocker Umland, aus denen die meisten der genannten Kinder stammen, nur Gespräche führen und um die Schaffung weiterer Kitaplätze werben. „Die Entscheidung darüber, ob Kitas gebaut werden, liegt aber bei den Kommunen. Wo Kinder betreut werden, entscheiden letztendlich jedoch die Eltern.“ Im Landkreis werden 14 305 Kinder in 156 Kitas betreut, davon wohnen 238 Kinder nicht im Kreis. 1378 Kinder mit Hauptwohnsitz im Landkreis werden außerhalb in Kitas betreut. In Rostock gehen rund 8900 Kinder in Krippen und Kindergärten. Elf Prozent der Kinder stammen aus dem Landkreis.

„Im Sinne einer guten Stadt-Umland-Beziehung“, sagt Kerl, „sollten Landkreis und Hansestadt, die in vielen Lebensbereichen ihrer Einwohner eng verknüpft sind, gemeinsam nach Lösungen suchen“.

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