Schönes Jubiläum : 100 Jahre: Vier Generationen feiern

Jubilarin Margot Schäfer wird heute 100 Jahre alt. Hier mit ihrer Tochter Barbara Schäfer und ihrem Schwiegersohn Fritz-Erhard Schäfer. Er ist der Sohn vom Warnemünder Fotografen Erhard Schäfer, die Namensgleichheit mit seiner Schwiegermutter ist rein zufällig. Mit auf dem Bild die Urenkel Kieran und Melina. Es fehlt Enkelin Stefanie Schäfer, die beim Fototermin im Krankenhaus war.
Jubilarin Margot Schäfer wird heute 100 Jahre alt. Hier mit ihrer Tochter Barbara Schäfer und ihrem Schwiegersohn Fritz-Erhard Schäfer. Er ist der Sohn des Warnemünder Fotografen Erhard Schäfer, die Namensgleichheit mit seiner Schwiegermutter ist rein zufällig. Mit auf dem Bild die Urenkel Kieran und Melina. Es fehlt Enkelin Stefanie Schäfer, die beim Fototermin im Krankenhaus war.

Mühlenstraße 14: Hier wird Familie großgeschrieben. Margot Schäfer wird heute ein Jahrhundert alt und begeht das mit den Liebsten.

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18. April 2018, 05:00 Uhr

Einen 100. Geburtstag zu erleben, das Glück ist nur wenigen vergönnt. Ein noch größeres Glück ist es für Margot Schäfer aus der Warnemünder Mühlenstraße 14, dass sie diesen seltenen Geburtstag heute im Kreise ihrer Familie und mit vier Generationen feiern darf. In ihrem neuen Zuhause muss sie nie einsam sein, weil alle aufeinander achten und unter einem Dach leben und füreinander da sind. „Ich wollte immer gern 100 Jahre alt werden“, verrät das betagte Geburtstagskind. Auch, wenn ihr Gedächtnis manchmal Lücken aufweist, ist sie für das Alter sonst in einer beachtlichen Verfassung.

Mit ihr feiern diesen Ehrentag Enkelin Stefanie Schäfer, die mit ihren Kindern im Haus lebt und dort als gelernte Goldschmiedin eine Galerie und das Atelier Strandperle betreibt, außerdem Tochter Barbara und Schwiegersohn Fritz-Erhard Schäfer. Er ist der älteste Sohn des Warnemünder Fotografen Erhard Schäfer, der Am Strom 83 gelebt hat. Dass seine Frau Barbara Schäfer heißt, ist Zufall. Fritz-Erhard Schäfer und seine Frau sind 2017 aus Thüringen nach Warnemünde zurück gekehrt. Das Wohn- und Geschäftshaus in der Mühlenstraße 14 ist seit 1937 im Besitz der Familie und Dreh- und Angelpunkt für vier Generationen ist. Die Eltern haben noch eine kleine Wohnung in der Nebenstraße und haben von dort das Zimmer der Mutter im Blick. Auch Stefanie Schäfers Sohn Kieran (10) und Schwester Melina (13) leben hier. „Ich finde es schön, durch meine Großeltern und Urgroßmutter zu erfahren, wie es früher war“, sagt Melina. Die Jubilarin ist in der Rhön geboren, dem Mittelgebirge im Grenzgebiet zwischen den Ländern Thüringen, Bayern und Hessen. Da zieht es sie innerlich oft hin. „Dort ist es landschaftlich so wunderbar mit den Bergen“, schwärmt die Jubilarin. Sie liebt Berge mehr als die See.

„Ich war zweimal verheiratet und beide Male glücklich“, erzählt Margot Schäfer. Ihr erster Mann ist mit 30 Jahren durch gesundheitliche Probleme am Herzen gestorben. Später lernte sie einen verwitweten Rhön-Schnitzer mit einem großen Betrieb kennen. „Da habe ich im kaufmännischen Bereich gearbeitet, das hat mir Freude bereitet“, sagt Margot Schäfer. In ihrem hellen Zimmer im neuen Zuhause stehen einige hölzerne Erinnerungsstücke aus dieser Zeit.

Und sie denkt gern an die Reisen, die sie mit Enkelin Stefanie unternommen hat. Die beiden waren in Paris. „Auch Rom war großartig, das ist eine beeindruckende Stadt“, sagt die Jubilarin und erinnert sich an weitere Reisen nach Moskau, Budapest und Wien. „Wien war auch besonders schön“, sagt sie.

Nach dem Aufstehen frühstückt die Jubilarin gern in Gesellschaft. Zu den Dingen, die die 100-Jährige an ihrem Tagesablauf liebt, zählt Lesen. „Ich war immer eine Leseratte“, verrät sie. Die Jubilarin freut sich, dass sie es geschafft hat, 100 Jahre alt zu werden. Auf dem Speiseplan der Familie steht heute zum Geburtstag ein Gericht aus Thüringen.

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