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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. November 2017 | 20:42 Uhr

Sanitz : 1,4 Millionen für Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gemeinde Sanitz will bis 2022 Bedarfsplan umsetzen. Fünf neue Einsatzfahrzeuge für Kameraden.

Rund 1,4 Millionen Euro müssen in den kommenden Jahren in die Feuerwehr der Gemeinde Sanitz investiert werden.

Ein Bedarfsplan hat ermittelt, an welchen Stellen es sprichwörtlich brennt. „Der Feuerwehrbedarfsplan wurde von der Gemeinde beschlossen und listet 25 Empfehlungen zu den Themen Löschwasserversorgung, Schutzziele, Fahrzeugbestand und technische Ausrüstung auf“, sagt Joachim Hünecke (FDP), Bürgermeister der Gemeinde Sanitz. „Und wie aktuell das Thema ist, hat nicht zuletzt das Feuer beim Julius Kühn-Institut in Groß Lüsewitz gezeigt.“

Grünes Licht für ein neues Fahrzeug haben die Gemeindevertreter bereits gegeben. Für rund 400 000 Euro sollen die Kameraden in Sanitz im nächsten Jahr ein neues Löschfahrzeug erhalten, das das alte ersetzen wird. „Wir fangen jetzt Schritt für Schritt mit der Umsetzung der einzelnen Punkte an“, erklärt Hünecke. Dies bedeutet, dass die Gemeinde bis 2019 weitere 340 000 Euro für ein neues Tanklöschfahrzeug investieren muss. Auch die Feuerwehr in Groß Lüsewitz soll bis 2020 ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) erhalten. Angesetzt wurden hierfür Kosten von 150 000 Euro. Jeweils ein Jahr später sollen dann die Wehren von Gubkow (im Jahr 2021) und Vietow (2022) ein neues TSF erhalten.

Doch nicht nur in die Beschaffung von Ersatzfahrzeugen muss die Gemeinde in den kommenden Jahren investieren. Auch bei den Gerätehäusern besteht Handlungsbedarf. Für je 120 000 Euro sollen in den kommenden fünf Jahren die Fahrzeughallen und Aufenthaltsräume der Wehren in Groß Lüsewitz sowie Vietow erweitert werden. Auch in anderen Bereichen liegt laut Bedarfsplan eine sehr hohe zeitliche Priorität vor. Demnach hat die Gemeinde Sanitz den Ist-Zustand der einzelnen Löschwasserteiche und Entnahmestellen dringend aufzunehmen, deren Nutzbarkeit sicherzustellen und sie in den Einsatzunterlagen der Wehren zu dokumentieren.

Ferner legt der von der Gemeinde beschlossene Plan die Schutzziele fest. So sollten die Kameraden in den Orten mit mehr als 70 Einwohnern idealerweise nach 10, spätestens nach 15 Minuten am Einsatzort eintreffen. In Ortschaften mit weniger als 70 Einwohnern wie Wendorf, Horst oder Groß Freienholz nach 15 Minuten.

„In sechs Jahren, bis 2022, wollen wir alle Punkte aus dem Feuerwehrbedarfsplan je nach deren Priorität realisiert haben“, betont der Bürgermeister.

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