Klinikum Süd : 1,2 Millionen für die Sicherheit

Ministerin Birgit Hesse (r.) übergibt Klinikdirektorin Renate Fieber und Senator Chris Müller (vorn) die Fördermittelbescheide im Beisein von Jan Patrick Roesner, Chef der Intensivstation (v. l.), Ärztlichem Direktor Hans-Christof Schober, Dirk Manfred Olbertz und Landtagsabgeordnetem Julian Barlen.
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Ministerin Birgit Hesse (r.) übergibt Klinikdirektorin Renate Fieber und Senator Chris Müller (vorn) die Fördermittelbescheide im Beisein von Jan Patrick Roesner, Chef der Intensivstation (v. l.), Ärztlichem Direktor Hans-Christof Schober, Dirk Manfred Olbertz und Landtagsabgeordnetem Julian Barlen.

Das Land investiert in die Anpassung an Normen für die Medikamentenherstellung und in einen Hubschrauberlandeplatz

svz.de von
08. September 2015, 06:00 Uhr

Das Land investiert in das Klinikum Südstadt. Zwei zusammen 1,2 Millionen Euro schwere Fördermittelbescheide hat Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) gestern an Klinikdirektorin Renate Fieber und Verwaltungssenator Chris Müller (SPD) übergeben.

Damit werden die Modernisierung der sterilen Arzneiherstellung, die Neukonzipierung der Krankenhausapotheke (700 000 Euro) und die Umgestaltung des Hubschrauberlandeplatzes (500 000) finanziert. „Er hat eine sehr große Bedeutung für uns, weil wir durch ihn Patienten verlegen und selbst empfangen können. Das betrifft Schwerverletzte, aber auch die jüngsten Patienten des Landes oder auch Risikoschwangere“, sagt Renate Fieber. Diese zu transportieren, sei gerade ein neuer Schwerpunkt, sagt Dirk Mellech (48). Er ist Rettungsassistent bei der Johanniter Luftrettung für MV. Die ist in Rostock am Klinikum stationiert und für das Verlegen von Patienten zuständig. Ein bis zwei Einsätze haben sie pro Tag. Mit einem Piloten und einem Notfallmediziner verlegen Mellech und Co. rund um die Uhr schnell und schonend Schwerverletzte oder Erkrankte in Spezialkliniken und besonders häufig Frühgeborene oder erkrankte Neugeborene in die Südstadt – wo die Maximalversorgung für sie gewährleistet sei. 25 bis 30 Minuten sind es nach Rügen, 50 bis Usedom. Aber wenn Patienten aus Rostock verlegt werden – zurück in eine Klinik am Heimatort, kann das auch schon mal einen Flug nach Stuttgart bedeuten, sagt Pilot Axel Krafzik. Kein Problem für den Heli-Typ Eurocopter Dauphin AS365. Er kann mit der Funkkennung Christoph Rostock über jedem Flughafen passieren und 1000 Kilometer durchfliegen, ohne tanken zu müssen. Wenn er das muss, wird es teuer. 1500 Euro kostet eine Tankfüllung. Die wird auch von den Fördermitteln nicht preiswerter. Diese sind gedacht, um den Platz an EU-Richtlinien anzupassen. Er wird neu befestigt, höher gelegt, anders beleuchtet. Letztlich bedeutet das mehr Sicherheit für Patienten, Piloten und Mediziner.

Sicherheit steht auch in der hauseigenen Apotheke im Vordergrund. Sie muss nach der Apothekenbetriebsordnung umrüsten. Im Klinikum werden Arzneimittel für die Krebstherapie individuell angemischt, Ernährungslösungen oder Antibiotika-Zubereitungen für Neugeborene hergestellt. Die Räume dafür müssen aber größer sein, als sie es heute sind, die Apotheke muss neu konzipiert werden. Das zieht auch eine Erneuerung der Belüftungsanlage für die Sterilräume nach sich, erklärt Chef-Apotheker Dr. Hartmut Eggers.

„Die Fördermittel dienen der Effizienzsteigerung“, fasst Hesse zusammen. Sie seien da, um die Normen erfüllen zu können. Aber nicht nur das Land zahlt dafür. Die Stadt wird rund 500 000 Euro Eigenmittel beisteuern. Die Maßnahmen sind geplant und sollen dieses Jahr beginnen.

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