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Lokales

20. Oktober 2017 | 20:13 Uhr

Rostock : Rostock verbringt die Nacht im Museum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kulturstätten zeigen ihre Schätze einmal in ganz anderem Licht.

Eine Stunde länger schlafen oder die Nacht zum Tag machen – vor diese Wahl wurden Hansestädter und Besucher am Sonnabend gestellt. Zur Langen Nacht der Museen öffneten Rostocks Kulturstätten ihre Türen einmal bei Dunkelheit und zeigten ihre Schätze in einem ganz anderem Licht.

Der Abend startete mit einem Feuerwerk im Klosterhof am Kulturhistorischen Museum. Im Anschluss hatten die Akteure kreative Programme vorbereitet und führten mittels Ausstellungen durch die Epochen. Im Kröpeliner Tor zeigte die Geschichtswerkstatt Historisches zur Rostocker Stadtbefestigung. Das nutzten die frisch zugezogenen Studenten Johannes Brandel und Anna Völz, um sich auf eine Zeitreise durch ihren neuen Wohnort zu begeben. Mehr über die DDR-Geschichte der Hansestadt konnten Besucher in der Dauerausstellung „Dem Bürger zur Ehr’ – dem Feind zur Wehr“ in der ehemaligen Stasi U-Haft in der Hermannstraße erfahren. Und mit der Astronomischen Uhr zeigte die Marienkirche ein technisches Denkmal, das seit Hunderten von Jahren präzise funktioniert.

Die Nacht der Museen sollte aber auch ein Anlass für die ganze Familie sein, gemeinsam in der Vergangenheit zu stöbern. Während die Kinder sich im Puppentheater von König Drosselbart verzaubern ließen, konnten die Erwachsenen an Führungen durch die Klosterkirche teilnehmen. Auch die Möglichkeit, Fotos in historischen Kostümen zu machen, ließen viele nicht ungenutzt.

Von der Vielfalt der tierischen Fortpflanzung überzeugte sich das Ehepaar Rainer und Sigrid Jasmund in der Ausstellung „Jungfrauen, Puppen, tolle Hechte“ in der Zoologischen Sammlung der Uni Rostock. „Wir möchten Eindrücke von Rostock sammeln, die wir noch nicht kennen“, so die Bargeshagener. Währenddessen trieb in der Kunsthalle die Olsenbande ihr Unwesen. Kuratorin Antje Schunke beantwortete den Besuchern bis spät in die Nacht Fragen über die dänischen Kleinganoven.

Per Shuttle-Service der Rostocker Straßenbahn AG war die Reise durch die Stadt für Besucher problemlos möglich. Mit ihrer Eintrittskarte konnten die kulturellen Nachtschwärmer sogar das Edvard-Munch-Haus und das Heimatmuseum in Warnemünde von seiner historischen Seite kennenlernen.

 

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