Erster Wintereinbruch in der Hansestadt : Rostock stellt sich auf Schneesturm ein

Tigerenten im Schnee:   Amelie, Beverly, Esther, Magdalena und Leonie (alle 6 Jahre) aus der Kita Rappelkiste freuen sich über die ersten Flocken. Georg Scharnweber
Tigerenten im Schnee: Amelie, Beverly, Esther, Magdalena und Leonie (alle 6 Jahre) aus der Kita Rappelkiste freuen sich über die ersten Flocken. Georg Scharnweber

Gebrochene Arme, kalte Hände und dicke Mützen: Der Winter ist zurück in der Hansestadt. Seit dem Wochenende schneit es wieder - mal mehr und mal weniger. Viele Rostocker sind auf die künftigen Wochen gut vorbereitet.

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29. November 2010, 08:29 Uhr

Rostock | Gebrochene Arme, kalte Hände und dicke Mützen: Der Winter ist zurück in der Hansestadt. Seit dem Wochenende schneit es wieder - mal mehr und mal weniger. Viele Rostocker sind auf die künftigen Wochen und Monate gut vorbereitet. Noch eingedeckt vom letzten Rekordwinter liegen dicke Pullover und Schals schon bereit. Auch die Kleinen der Gruppe "Tigerente" aus der Kita Rappelkiste in Warnemünde freuen sich über den ersten Schnee.

Meteorologe Dr. Rainer Tiesel gibt an, dass der Schneefall innerhalb der nächsten Tage noch zunehmen wird. "Die Kälteperiode wird bis Sonntag andauern." Heute beruhige sich die Lage noch etwas, bevor vor allem morgen ein neues Tief aus Südwesten für einen längeren Schneefall und stärkeren Wind aus Nord und Nordosten sorgt. "In ländlichen Gegenden kann es deshalb zu Verwehungen kommen", warnt Tiesel. In den eher klaren Nächten können die Temperaturen auf minus zehn Grad Celsius absingen. Für den erfahrenen Wetterexperten kommt der diesjährige Wintereinbruch recht früh.

Ein ganz besonderes Rezept gegen die Kälte hat die Rostockerin Angelika Haupt. Sie fährt mit ihrem Suppenfahrrad durch die Stadt und verkauft Heißes an frostigen Tagen. "Mein Tipp ist eine heiße Kohl- oder Hühnersuppe mit Nudeln", sagt die 65-Jährige. Das enthaltene Fett stärke den Körper und wärme von innen. Auch bei Schnee und Glätte fährt Haupt mit ihrem Rad. Sie kann von der weißen Pracht oft nicht genug bekommen. "Im Winter muss es stürmen und schneien. Ich finde das romantisch", sagt sie.

Auch die Stadt Rostock hat sich gewappnet: 17 Räumfahrzeuge, zwei Fräsen und drei Radlader stehen dem Winterdienst bei der Stadtentsorgung bis Ende März für die Straßenräumung zur Verfügung. Auch ihre Salzvorräte wurden aufgestockt. Insgesamt stehen in einer Lagerhalle in Lütten Klein 1000 Tonnen Kies und 1800 Tonnen Salz zur Verfügung. Das sind 1000 Tonnen Salz mehr als im vergangenen Jahr.

Laut Stadtreinigung der Hansestadt sind die anliegenden Grundstückseigentümer oder die von ihnen beauftragten Personen oder Unternehmen für den Winterdienst auf Gehwegen verantwortlich. Von 7 bis 20 Uhr sind die Wege in einer Breite von 1,50 Metern freizuhalten. Erlaubt sind hierfür allerdings nur Streumittel aus abgestumpften Stoffen wie Kies, Sand oder Splitt. Salz ist aufgrund des Umweltschutzes verboten, auch wenn einige Baumärkte dennoch Streusalz im Winter anbieten. Das Amt für Umweltschutz wird regelmäßig stichpunktartige Kontrollen vornehmen. Bei der Verwendung von unzulässigen Streumitteln drohen den Anliegern schriftliche Hinweise, Ordnungswidrigkeitenanzeigen oder Bußgeld.

Meteorologe Tiesel kann für die kommende Woche jedoch Entwarnung geben. "Die schwere Wetterlage wird sich dann etwas beruhigen und die Temperaturen gehen wieder etwas in die Höhe." Eine Prognose für eine weiße Weihnacht gibt es von ihm noch nicht. "Das kann ich erst in einigen Tagen sagen", so Tiesel.

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