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Lokales

19. November 2017 | 09:46 Uhr

Rostock: Laster überrollt 84-Jährige

vom

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2010 | 08:46 Uhr

Rostock | Tragischer Unfall in der Rostocker Südstadt: Gestern früh hat ein Lkw-Fahrer bei einem Wendemanöver eine 84-jährige Rostockerin erfasst und tödlich verletzt. Die alte Dame starb noch am Unfallort.

Gegen 8.20 Uhr biegt der Laster von der Nobelstraße in die Tychsenstraße ab. Trotz der Enge in der Straße will er dort wieder umdrehen. "Aus welchem Grund er das Wendemanöver gemacht hat, ist noch unklar", sagt Volker Werner, Sprecher der Rostocker Polizeidirektion. Der Fahrer lenkt das Fahrerhaus auf eine kleine Freifläche am Rande der Tychsenstraße und setzt dann rückwärts in die Semmelweisstraße. Dort kommt gerade die 84-jährige Fußgängerin, die er offenbar übersieht. Sie kann dem Laster nicht ausweichen, wird überfahren und stirbt kurz darauf am Unfallort. Nach diesem Unglück fährt der Lkw-Fahrer einfach weiter in Richtung Nobelstraße.

"Wir ermitteln noch, ob er den Zusammenstoß überhaupt bemerkt hatte", sagt Werner. Dank Zeugenaussagen war es der Polizei gestern Vormittag schnell gelungen, den Fahrer ausfindig zu machen: Es handelt sich um einen 47 Jahre alten Mann aus Schleswig-Holstein.

"Zeugen konnten das Lieferfahrzeug und die auffällige Aufschrift gut beschreiben", sagt Polizeisprecherin Yvonne Burand. Die Rostocker Polizei setzt sich daraufhin mit dem Fuhrunternehmen in Schleswig-Holstein in Verbindung und ermittelt den mutmaßlichen Unfallfahrer sowie die Route für seinen gestrigen Arbeitstag.

Ermittler identifizieren den Unfall-Laster

Die Beamten folgen seiner Fahrstrecke. Am Stadtrand von Rostock, im Landkreis Bad Doberan, können die Ermittler den Mann dann bei seiner nächsten Lieferstation stellen. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Dekra nehmen Polizisten den Laster unter die Lupe. "Die Untersuchungen am Fahrzeug und an der Unfallstelle haben ergeben, dass es sich bei dem Lkw um das Unfallfahrzeug handelt", so Burand. Gegen den 47-jährigen Fahrer sind daraufhin Ermittlungen eingeleitet worden.

An der Unfallstelle dauerte die Rekonstruktion des Unfallhergangs durch Polizei und Dekra gestern Vormittag noch länger an. Bis 10 Uhr blieb die Tychsenstraße deshalb voll gesperrt.

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