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Lokales

18. Dezember 2017 | 15:56 Uhr

Rostock in Zahlen zerlegt

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erstellt am 19.Mai.2010 | 07:59 Uhr

Rostock | Georg Scholze, Rostocks Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung hat gestern im Rathaus die "Statistischen Nachrichten" für die Stadtbereiche im Jahr 2009 vorgestellt. Die 400 Seiten umfassenden Daten sollen Verwaltung, Ortsbeiräten und Investoren als Arbeitsgrundlage dienen. Die wichtigsten Informationen:


Durchschnitts-Rostocker: Der Durchschnitts-Rostocker ist 44 Jahre alt, verheiratet, hat 0,2 Kinder, arbeitet und besitzt ein Auto. Rein statistisch bleibt er 40 Jahre an seinem Wohnsitz, bevor er innerhalb der Stadt umzieht.


Bevölkerungsentwicklung: Nach dem Niedergang seit 1992, als 254 000 Menschen in Rostock wohnten, konnte die Stadt auch im vergangenen Jahr wieder zulegen und zählt nun 206 000 Einwohner. Vorzeige-Stadtteil ist die Kröpeliner Tor Vorstadt (KTV) mit knapp 19 000 Einwohnern, einer Bevölkerungsdichte von 6383 je Quadratkilometer, dem mit 36 Jahren jüngsten Durchschnittsalter sowie dem größten Überschuss in der Geborenen- und Gestorbenenbilanz. In Dierkow-Ost leben hingegen nur etwas mehr als 1100 Rostocker, in Warnemünde mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren die ältesten Einwohner und in der Südstadt sind 118 Menschen mehr gestorben, als geboren wurden. Rostock-Heide weist mit 30 Einwohnern je Quadratmeter die geringste Bevölkerungsdichte auf.

Bevölkerungsbewegung: In ganz Rostock sind im vergangenen Jahr 188 Menschen mehr gestorben (1980), als geboren wurden (1792). Etwas mehr als 11 600 Zuzügler von außerhalb wanderten ein, knapp 11 200 kehrten der Stadt den Rücken. Zwischen 2005 und 2009 ist Rostock um etwa 4000 Einwohner gewachsen. Innerhalb der Stadtgrenzen zogen knapp 10 000 Bewohner um.

Wirtschaft / Arbeitsmarkt: Rein von der Anzahl her dominiert der Handel die Rostocker Wirtschaft - 2220 Unternehmen dieser Art sind in der Hansestadt gemeldet. Wichtigste Branche danach sind die Werbung und Marktforschung mit 1507 Unternehmen, das Baugewerbe mit 1288 Betrieben sowie die Finanz- und Versicherungssektor mit 958 Dienstleistern.

Insgesamt beschäftigten die 14 422 Unternehmen der Hansestadt knapp 66 000 Arbeitnehmer - rund 7500 weniger als neun Jahre zuvor. 13 200 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind etwa 3200 weniger als im Jahr 2000. 23 Prozent sind Langzeitarbeitslose.


Wohnungsmarkt: Seit Mitte der 1990er-Jahre hat die Zahl der Wohngebäude stetig zugenommen, von mehr als 14 100 im Jahr 1995 auf mehr als 20 300 im Jahr 2009, von denen 13 650 neu gebaut wurden. Insgesamt verteilen sich die Rostocker auf 116 800 Wohnungen. Im Schnitt leben 1,7 Einwohner in 3,7 Zimmern mit 61,9 Quadratmetern.


Verkehr: In der Hansestadt sind aktuell knapp 85 000 Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter rund 75 750 Pkw. Damit kommen im Schnitt 380 Pkw auf 1000 Einwohner. Die reale Verteilung zeigt aber, dass die Mehrzahl von ihnen im Osten der Stadt gemeldet sind, während in der KTV gerade einmal jeder Dritte ein Auto besitzt.

Kriminalität: Innerhalb der vergangenen neun Jahre ist die Zahl der erfassten Straftaten um 20 Prozent gesunken, von 27 700 auf 22 000. Gleichzeitig klärte die Polizei 2000 mehr von ihnen auf, und zwar 12 600 für die fast 7500 Tatverdächtige verantwortlich waren. Die Aufklärungsquote stieg damit auf 57,3 Prozent. Deutlich zurückgegangen ist auch die Zahl der Straftäter unter 18 Jahren, die derjenigen älter als 21 ist dafür gestiegen.


Bildung / Kinderbetreuung: Die seit 1996/97 um mehr als die Hälfte geschrumpfte Schülerzahl von knapp 15 000 verteilt sich auf mittlerweile 51 Schulen. Damals waren es noch 90. Der Rückgang betrifft sämtliche Bereiche zwischen Grundschule und Gymnasium. Die Zahl der Kindertagesstätten beträgt 79, die der Spielplätze 242. An den zwölf beruflichen Schulen werden rund 10 600 Schüler für ihre Arbeit ausgebildet. Insgesamt gibt es einen Jungsüberschuss von etwa 1000.


Gesundheit und Soziales: Um Rostocks Einwohner kümmern sich insgesamt 436 Ärzte, 209 Zahnärzte sowie 50 Apotheken. Von letzteren befinden sich allein elf in Stadtmitte, während sieben Stadtteile komplett ohne auskommen müssen. In Bezug auf die Verteilung der Ärzte bietet sich ein ähnliches Bild. In Biestow gibt es beispielsweise überhaupt keinen, in Stadtmitte dafür 56 Ärzte und 29 Zahnärzte auf 10 000 Einwohner. Die 21 Alten- und Pflegeheime können knapp 1900 Menschen aufnehmen.


Bürgerschaftswahl: An der Wahl 2009 beteiligten sich 37,5 Prozent der rund 171 000 Berechtigten.

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